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Die Zeit der Konsolidierung

Das Universitätsgesetz von 1969 bleibt an der FU umstritten. Bereits 1974 kommt es zu einer Novellierung und 1978 zur Verabschiedung eines neuen Berliner Hochschulgesetzes. Ziel dieser Neuerungen ist, die Verantwortung der Professoren in den Universitätsgremien zu stärken. 1973 wird die "Rostlaube" eröffnet. Die "Silberlaube" wird in zwei Bauabschnitten (1977-1982 und 1981-1984) errichtet. Die Zahl der Immatrikulierten steigt zwischen 1972 und 1982 von 16 000 auf fast 50 000. Die FU leidet in den achtziger Jahren an einem Missverhältnis zwischen Lehrkräften und Studierenden sowie an chronischer Unterfinanzierung. 1988 kommt es zu studentischen Protesten gegen die Studienbedingungen ("UNiMUT-Streik"), der auch von Teilen des Lehrkörpers unterstützt wird.

Die Außerparlamentarische Opposition von 1968 zerfällt nach dem Attentat auf Rudi Dutschke in zahlreiche sich bekämpfende Splittergruppen. Rote Zellen und K-Gruppen stören durch Streiks und Seminarbesetzungen immer wieder den Lehrbetrieb. Die Mehrheit der Studenten interessiert sich allerdings zunehmend weniger für die aktuelle Hochschulpolitik. Ab 1973 folgt eine längere Phase der Konsolidierung, die jedoch von Protesten gegen den Radikalenerlass ("Berufsverbote") vom 28.1.1972 begleitet wird. Ende der siebziger Jahre verlässt die Protestgeneration die Universität, der "akademische Bürgerkrieg" ist beendet.

Die Kooperationsbeziehungen mit Universitäten in Westeuropa, Nord- und Südamerika sowie asiatischen Universitäten werden in den achtziger Jahren kontinuierlich ausgebaut. Der Fall der Mauer 1989 und die Wiedervereinigung Berlins stellt die FU vor völlig neue Rahmenbedingungen.



1970

Eröffnung des Lateinamerika-Instituts (LAI)

Das Gebäude in der Rüdesheimer Str. 54-56 wurde 1929-1930 von Max Taut und Franz Hoffmann für die Reichsknappschaft entworfen. Das Lateinamerika-Institut (LAI) ist ein interdisziplinäres Zentralinstitut für Forschung und Lehre in den Arbeitsbereichen Altamerikanistik, Geschichte, Lateinamerikanistik, Politikwissenschaft, Soziologie und Wirtschaftswissenschaft.

Homepage des Lateinamerika-Instituts: http://www.lai.fu-berlin.de/

Schwarz-Weiß-Foto des Lateinamerika-Instituts




9.2.1970

Gründung der "Notgemeinschaft für eine freie Universität" (NofU)

Obgleich die Universitätsreform von 1969 viele der seit Mitte der sechziger Jahre erhobenen Forderungen nach mehr Mitbestimmung an den West-Berliner Hochschulen verwirklicht, eskalieren die politischen Auseinandersetzungen an der FU. Linksradikale Studentengruppen verwüsten Büroräume und greifen Professoren tätlich an. In Reaktion darauf gründen Hochschullehrer die "Notgemeinschaft für eine freie Universität" (NofU). Der offene Dialog zwischen Lehrenden und Lernenden bleibt für viele Jahre durch gegenseitiges Misstrauen und Schuldzuweisungen gestört.





Sommer 1970

Der Neubau des Pflanzenphysiologischen Instituts wird eingeweiht.

Architekt des Gebäudes in der Königin-Luise-Straße 12-16 ist Wassili Luckhardt, der auch den Neubau für das Veterinärmedizinische Vorklinikum in der Koserstraße 20 entworfen hat (1967).

Homepage der Pflanzenphysiologie und Mikrobiologie am Institut für Biologie: http://www.biologie.fu-berlin.de/pflaphy/

Foto des Gebäudes der Pflanzenphysiologie in der Königin-Luise-Straße 12-16



1971

15.1.1971

Gründung der "Zentraleinrichtung Hochschulsport"

"Die Zentraleinrichtung Hochschulsport dient allen Mitgliedern der Universität zur sportlichen Betätigung durch Förderung und Durchführung des Wettkampf- und insbesondere des Breitensports. Die sportlichen Veranstaltungen stehen allen Mitgliedern der Universität offen, sofern die Veranstaltungen nicht aus sachlichen Gründen auf bestimmte Personengruppen zugeschnitten und dementsprechend angekündigt wurden." (Aus dem Beschluss des Akademischen Senats vom 15.1.71)

Homepage der Zentraleinrichtung Hochschulsport: http://www.hs-sport.fu-berlin.de/

Logo der ZE Hochschulsport (Siegel mit Bär und Fackel)




8.2.1971

Erste Wahlen zum Konzil der FU nach Inkrafttreten des Berliner Universitätsgesetzes

Die wichtigsten Aufgaben des Konzils bestehen in der Wahl des Präsidenten und der Vizepräsidenten, der Verabschiedung und Änderung der Universitätssatzung und der Wahlordnung. Das Konzil setzt sich 1970 aus 80 Hochschullehrern, 127 Wissenschaftlichen Mitarbeitern, 109 Studierenden und 63 Dienstkräften zusammen.





Sommersemester 1971

Das "Englische Institut" zieht aus dem Henry-Ford-Bau in das "Mariannenhaus" in der Goßlerstraße 2-4.

Homepage des Instituts für Englische Philologie: http://www.philologie.fu-berlin.de/

Foto des Mariannenhauses in der Goßlerstraße 2-4




7.7.1971

Berliner Hochschullehrer protestieren gegen das Universitätsgesetz.

Eine Gruppe von 360 Hochschullehrern verlangt in einer Unterschriftenaktion die sofortige Änderung des Universitätsgesetzes im Sinne einer stärkeren Berücksichtigung des Lehrkörpers. Der Initiator der Unterschriftensammlung, der FU-Pharmakologe Helmut Kewitz, einer der Grüdungsstudenten der FU, unterbreitet Vorschläge zur Novellierung.




1972

14.2.1972

Gründung der Zentraleinrichtung für Datenverarbeitung (ZEDAT)

Die Zentraleinrichtung für Datenverarbeitung (ZEDAT) ist das Hochschulrechenzentrum der FU. Mit ihren Mitarbeitern entwickelt die ZEDAT die Infrastruktur für die Datenverarbeitung an der FU. Sie erbringt Dienstleistungen auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnik für die Hochschulangehörigen und die universitären Einrichtungen in Forschung, Lehre und Verwaltung. Die Dienste der ZEDAT können von allen Hochschulangehörigen in Anspruch genommen werden.

1981 zieht die ZEDAT, die zuvor auf verschiedene Standorte verteilt war, in die Fabeckstraße 32.

Ab Wintersemester 2000/2001 sind die öffentlichen Computerarbeitsplätze der ZEDAT in der "Silberlaube" untergebracht.

Seit Herbst 2000 erscheint das Magazin ZEDAT 4U, das jeweils zu Semesterbeginn das Rechenzentrum der FU in informativer und unterhaltsamer Weise vorstellt. Es bietet Nachrichten und Geschichten aus der ZEDAT und zahlreiche interessante und wichtige Informationen rund um Computer und Internet.

Homepage der Zentraleinrichtung für Datenverarbeitung: http://www.zedat.fu-berlin.de/

Foto des Eingangs zur ZEDAT



1973

18.1.1973

Die Universitätsleitung kritisiert die Novellierungspläne des Berliner Senats.

Wissenschaftssenator Werner Stein veröffentlicht am 17.1.1973 den "Referentenentwurf zur Novellierung des Berliner Universitätsgesetzes", in dem zahlreiche Einwände der Professorenschaft gegen das Hochschulgesetz von 1969 berücksichtigt werden.

In einer Erklärung, die von FU-Präsident Kreibich und den Vizepräsidenten Uwe Wesel und Herbert Lax unterzeichnet ist, wird der Novellierungsentwurf als "Kampfansage" an alle gewertet, die sich für die Grundsätze des Universitätsgesetzes von 1969 engagiert haben. Ergebnis einer solchen Novellierung sei die "formierte Universität" mit direkten Staatseingriffen in den Wissenschaftsprozess.





24.1.1973

Edwin Redslob stirbt im Alter von 88 Jahren in Berlin.

Ernst Reuter an Edwin Redslob, 1950:
"Ohne Sie, ohne Ihren Elan und ohne Ihre volle Hingabe an die große und schöne Aufgabe wäre die Freie Universität nicht zustande gekommen."

Redslob war einer der Gründerväter der FU. Er entwarf auch das Siegel "Veritas, Iustitia, Libertas". Von 1948 bis 1954 lehrte er Kunst- und Kulturgeschichte an der FU. 1949/1950 war er Rektor der Universität.

Schwarz-Weiß-Foto von Edwin Redslob sitzend vor Bücherregal
Edwin Redslob




13.2.1973

Eröffnung der "Rostlaube"

In der "Rostlaube" sind vor allem geisteswissenschaftliche Disziplinen (Deutsche Philologie, Romanische Philologie, Geschichte [bis 1998]) untergebracht. Ein zweiter Bauabschnitt wird 1979 vollendet.

Der von den Pariser Architekten Shadrach Woods, Georges Candilis und Alexis Josic entworfene Gebäudekomplex in der Habelschwerdter Allee 45 gilt als Meilenstein der Nachkriegsgeschichte der Architektur des 20. Jahrhunderts, wurde hier doch versucht, ein Bauwerk im Zustand ständigen Wandels zu schaffen. Wie in einer Stadt soll sich um die zentralen Straßen (J, K, L) herum das universitäre Leben entwickeln und interdisziplinäre Kommunikation ermöglichen. Klarheit, Flexibilität und mediterranes Flair sollen die zweigeschossigen, veränderbaren, mit Innenhöfen versehenen Bauten verkörpern. Leider hält das Material ("Corten-Stahl") den hiesigen Witterungsbedingungen nicht stand. Für die Bauabschnitte III und IV (= "Silberlaube" Bauabschnitt I und II) werden andere Materialien verwendet.

Homepage des Instituts für Romanische Philologie: http://www.fu-berlin.de/romphil/

Homepage des Instituts für Deutsche und Niederländische Philologie: http://www.germanistik.fu-berlin.de/

Vgl. den Eintrag zu Juni 2001

Schwarz-Weiß-Foto eines der Innenhöfe der Rostlaube




Sommer 1973

Eröffnung der "Zentraleinrichtung Sprachlabor"

Das Lehrangebot der Zentraleinrichtung Sprachlabor (heute: Sprachenzentrum) umfasst die Sprachen Englisch, Französisch, Italienisch, Russisch, Spanisch, Tschechisch und Deutsch als Fremdsprache.

In diesen Sprachen ist das Sprachenzentrum zuständig für die Sprachausbildung in den Studiengängen der Neueren Fremdsprachlichen Philologien (Magister- und Lehramt), für die Sprachausbildung in Regionalstudiengängen (Nordamerikastudien, Lateinamerikanistik, Osteuropastudien) und für die allgemeine und fachorientierte Sprachausbildung für Studierende anderer Fächer.

Homepage des Sprachenzentrums: http://www.sprachenzentrum.fu-berlin.de/




1974

Das Mathematische Institut zieht in den Neubau Arnimallee 2-4.

Der Neubau wurde von der Technischen Abteilung der FU entworfen, ebenso wie der Erweiterungsbau Arnimallee 6, den das Institut 1980 bezieht.

Homepage der Institute für Mathematik I und II: http://www.math.fu-berlin.de/

Foto: Eingang zum Haus in der Arnimallee 2-4




14.11.1974

Novellierung des Universitätsgesetzes von 1969

Die Position des auch mit Politikern besetzten Kuratoriums wird zu Lasten der universitären Selbstverwaltung gestärkt.

Während der Beratungen im Abgeordnetenhaus demonstrieren 6 500 Studierende gegen die Novellierung.

1978 wird das "Berliner Hochschulgesetz" (BerlHG) verabschiedet.




1975

3.-8.3.1975

Das 25-jährige Bestehen des Meteorologischen Instituts wird gefeiert.

Die "Frühjahrstagung Satelliten-Meteorologie" der Deutschen Physikalischen Gesellschaft findet in Berlin statt, um gleichzeitig das 25-jährige Bestehen des Meteorologischen Instituts der FU zu feiern.

Seit 1950 findet am Institut systematische, ganztägige Wetterbeobachtung statt. Das Institut ist vor allem durch seine Dienste im Bereich der Wettervorhersage bekannt.

1991 bezieht das Meteorologische Institut, das Teil des Fachbereichs Geowissenschaften ist, den Neubau am Carl-Heinrich-Becker-Weg 6-10.

Im November 2002 wird die "Aktion Wetterpate" ins Leben gerufen. Jeder hat die Möglichkeit, sich an der aktuellen Vergabe der Namen für Hoch- und Tiefdruckgebiete zu beteiligen. Die dafür zu entrichtende Gebühr dient der Fortführung der Wetter- und Klimabeobachtung am Institut für Meteorologie.

Die Berliner Wetterkarte online: http://wkserv.met.fu-berlin.de/~wkarte/

Homepage des Instituts für Meteorologie: http://www.fu-berlin.de/geo/

Foto des Wetterturms in verschneiter Landschaft
Dahlemer Wasserturm mit Observationsstation



1976

Mai 1976

Der Professor für Vergleichende Literaturwissenschaft, Eberhard Lämmert, wird zum neuen Präsidenten der FU gewählt.

Lämmert ist aufgeschlossen für die bildungs- und gesellschaftspolitischen Forderungen der "68er"-Studentengeneration und hat wesentlichen Anteil an der Reformierung der Lehrinhalte und des Seminarbetriebs. Außerdem wendet er sich gegen politische Überprüfungen im Öffentlichen Dienst ("Radikalenerlass").

Schwarz-Weiß-Foto von Eberhard Lämmert




3.12.1976

Eröffnung des "Instituts für Arbeitsmedizin"

In dem Institut am Ostpreußendamm 111 wird auf den Gebieten Arbeitsmedizin, Umweltmedizin, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz geforscht.

Homepage des Instituts für Arbeitsmedizin: http://www.medizin.fu-berlin.de/arbeit/





Wintersemester 1976/77

Studentischer Vorlesungsboykott an den Berliner Hochschulen

Die Streiks richten sich vor allem gegen die Praxis, Bewerber und Angestellte des Öffentlichen Dienstes auf ihre politische Treue zu überprüfen. Diese Praxis hat schon im Jahr zuvor zur Gründung eines "Aktionskomitees gegen Berufsverbote" an der FU geführt (am 31.5.1975).

Am 1.12.1976 beteiligen sich etwa 16 000 Personen an einer Demonstration in der Berliner Innenstadt gegen die "Berufsverbotspraxis".




1977

Die Kindertagesstätte der FU wird eröffnet.

In der Kindertagesstätte in der Königin-Luise-Straße 86 können bis zu 136 Kinder im Alter von zirka 1/2 bis 10 Jahren ganztags betreut und gefördert werden. Aufgenommen werden ausschließlich Kinder, bei denen ein Elternteil Mitglied der FU ist.

Seit dem 1.1.2005 ist das Studentenwerk Berlin der neue Träger der Kindertagesstätte.

Homepage der FU-Kita: http://www.fu-berlin.de/kita/

Foto: Der Spielplatz der Kita




Eröffnung der "Zentraleinrichtung Studienberatung und Psychologische Beratung"

Die Zentraleinrichtung hilft in ihrer Studienberatung bei Unsicherheit hinsichtlich des Studienziels oder Studienortes, bei fehlenden Vorkenntnissen und Zweifeln über Zulassungschancen. Sie berät bei Orientierungsschwierigkeiten zum Studienbeginn, bei Praktikumswünschen, Koordinationsproblemen bei der Fächerkombination. Sie hilft, Alternativen zum Studienabbruch zu entwickeln.

In ihrer psychologischen Beratung hilft die Zentraleinrichtung bei Entscheidungsproblemen, Schreibhemmungen, Prüfungs- oder Redeangst.

Homepage der Zentraleinrichtung Studienberatung und Psychologische Beratung: http://www.fu-berlin.de/studienberatung/

Foto: Eingang zum Haus der Studienberatung in der Brümmerstraße 50



1978

Die erste Ausgabe des "Studienhandbuchs" erscheint.

Herausgegeben von der "ZE Studienberatung" erscheint in der Folgezeit jährlich das "Studienhandbuch" als umfassendes Nachschlagewerk zu allen wesentlichen Informationen, die das Studium betreffen.

Das aktuelle Studienhandbuch: http://www.fu-berlin.de/studienberatung/studienberatung/studienhandbuch/

Titelseite der ersten Ausgabe des Studienhandbuchs




April 1978

Das Institut für Organische Chemie und das Institut für Physikalische Chemie und Quantenchemie ziehen in den Neubau in der Takustraße 3.

Der Entwurf stammt von den Berliner Architekturbüros Kiemle-Kreidt & Partner und Dybe-Garski-Herrenkind.

Das Gebäude beherbergt u.a. einen Hörsaal und 17 Seminarräume für beide Institute sowie die Bibliothek des Instituts für Chemie.

Homepage der Organischen Chemie: http://www.chemie.fu-berlin.de/fb/ioc/

Homepage der Physikalischen und Theoretischen Chemie: http://www.chemie.fu-berlin.de/fb/iptc/

Foto: Das Chemiegebäude in der Takustraße 3




23.11.1978

Verabschiedung des Berliner Hochschulgesetzes

Das neue Berliner Hochschulgesetz beinhaltet grundlegende Änderungen gegenüber dem Universitätsgesetz von 1969. Hintergrund des neuen Gesetzes ist u.a. das Hochschulurteil des Bundesverfassungsgerichts von 1973, das die Mehrheit der Sitze in allen Universitätsgremien der Professorenschaft zuspricht.

Die Studentenschaft erhält wieder einen "Allgemeinen Studentenausschuss" (AStA).

Die Regelstudienzeit wird eingeführt.

Vergleiche den Eintrag zum 12.10.1990.





4.12.1978

30. Jahrestag der FU-Gründung

Der Politologe Richard Löwenthal anlässlich des 30. Jahrestages der FU-Gründung über die Motive der Gründungsstudenten:
Diese Menschen, "die nach West-Berlin zogen, (wollten) nicht eine Universität des 'kalten Krieges' (...), wie man später gesagt hat, sondern schlicht und einfach eine Universität im Sinne einer Stätte des Suchens nach Wahrheit."




1979

Auf Initiative der FU wird das Förderprogramm "Berlin Forschung" gegründet.

Das Abgeordnetenhaus stellt für das landesweite Förderprogramm für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die notwendigen Gelder zur Verfügung. Gefördert wird die anwendungsbezogene, auf die Lebensprobleme Berlins ausgerichtete Forschung. Es soll der Wissenschaftstransfer und der Erfahrungsaustausch zwischen Stadt und Universität angeregt werden.

Bis 1988 werden in zehn Ausschreibungsrunden insgesamt 146 Projekte an den verschiedenen Hochschulen des Landes für förderungswürdig erklärt.

1999 wird das Programm als Regionalforschungsprogramm der FU eingerichtet; aufgrund der Sparmaßnahmen erfolgt jedoch seit 2002 keine neue Ausschreibung mehr.





14.12.1979

Eröffnung des Neubaus der Psychiatrischen Klinik (Eschenallee 3)

Homepage der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie: http://www.medizin.fu-berlin.de/psyche/

Foto: Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie von oben gesehen



1980

1.4.1980

Die Pädagogische Hochschule in Lankwitz wird in die Berliner Universitäten integriert.

Die Hälfte der Studenten (zirka 2 500), rund 100 (von 247) Hochschullehrer und über 100 wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Mitarbeiter der Pädagogischen Hochschule wechseln an die Freie Universität. Die übrigen wechseln an die Technische Universität und an die Hochschule der Künste (heute: Universität der Künste).




1981

Eröffnung der "Zentraleinrichtung zur Förderung von Frauenstudien und Frauenforschung"

Die im Sommer 2000 in "Zentraleinrichtung zur Förderung von Frauen- und Geschlechterforschung" umbenannte Einrichtung hat die Aufgabe, an der Freien Universität die Institutionalisierung von Frauen- und Geschlechterforschung voranzutreiben und zu sichern.

Im Rahmen dieser Aufgabe bietet die Zentraleinrichtung u.a. dem weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchs fachübergreifende Qualifikations- und Weiterbildungsveranstaltungen an. Sie dokumentiert fortlaufend die Abschluss- und Qualifikationsarbeiten zu Themen aus dem Bereich Frauen- und Geschlechterforschung. Außerdem gibt sie die Reihe "Ergebnisse der Frauenforschung" (1985 ff.) und das Periodikum "Querelles. Jahrbuch für Frauenforschung" (1996 ff.) heraus.

Die Zentraleinrichtung verfügt über eine Datenbank "Habilitierte Frauen in Deutschland" (1970 ff.). Mit dieser Datenbank unterstützt sie die Frauenbeauftragten und Mitglieder von Berufungskommissionen bei ihren Bemühungen, den Anteil der Frauen bei den Professuren zu erhöhen.

Homepage der Zentraleinrichtung zur Förderung von Frauen- und Geschlechterforschung: http://www.zefg.fu-berlin.de/

Ansprechpartnerinnen für spezifische Belange von weiblichen Hochschulangehörigen sind die Frauenbeauftragten in den einzelnen Fachbereichen sowie die "Zentrale Frauenbeauftragte": http://www.fu-berlin.de/frauenbeauftragte/

Logo der ZE Frauen (angebissener roter Apfel/Kreis/Viereck/Striche)




Kooperationsvertrag mit der Universität Peking

Siehe auch den Eintrag zur Gründung des Konfuzius-Instituts am 27.4.2006.

Informationen zu den Partnerschaften der FU: http://www.fu-berlin.de/tour/partner.html

Schwarz-Weiß-Foto: Eberhard Lämmert im Gespräch mit Angehörigen der Universität Peking




Das Institut für Philosophie zieht in den Neubau in der Habelschwerdter Allee 30.

Der Entwurf für das Gebäude stammt vom Berliner Architektenbüro Hinrich und Inken Baller. Zum ersten Mal wird bewusst bei einem Neubau eines Universitätsinstituts auf den Typus "Villa" zurückgegriffen und damit der Einfamilienhaus-Charakter Dahlems berücksichtigt.

Homepage des Instituts für Philosophie: http://www.fu-berlin.de/philosophie/

Schwarz-Weiß-Foto: Innenansicht des Instituts für Philosophie




Herbst 1981

Der Senator für Bau- und Wohnungswesen schreibt einen Wettbewerb zur künstlerischen Gestaltung der Innenhöfe der Rost- und Silberlaube aus.

Ein zweiter Wettbewerb, der sich auf die Gestaltung der Außenräume bezieht, wird 1982 ausgeschrieben.

Foto: Korinthische Säule in einem Innenhof der Silberlaube
Korinthische Säule von G. Matzner




Wintersemester 1981/82

Behinderte Studierende schliessen sich zur "Interessengemeinschaft behinderter Studenten an der FU Berlin" zusammen.

Beratung und Betreuung behinderter und chronisch kranker Studierender an der FU: http://www.fu-berlin.de/einrichtungen/beratung/behinderte/

Homepage der Interessengemeinschaft behinderter Studenten an der FU: http://www.fu-berlin.de/gdb/




1982

Eröffnung der neuen Mensa in der Silberlaube

Als erster Bauabschnitt der Silberlaube wird 1982 die neue Mensa eröffnet, deren Haupteingang sich im Kiebitzweg befindet (heute: Otto-von-Simson-Straße). Sie bietet Platz für 1 500 Gäste.

Der zweite Bauabschnitt wird 1984 vollendet.

Homepage der Mensa FU II: http://www.studentenwerk-berlin.de/mensen/02/05/

Der aktuelle Speiseplan: http://www.studentenwerk-berlin.de/mensen/01/

Foto: Die Silberlaube von oben gesehen
Silberlaube




Der Fachbereich Physik zieht in den Neubau in der Arnimallee 14.

Die Schwerpunktbereiche in Lehre und Forschung sind: Materialforschung, Metallische Materialien, Molekül-, Cluster- und Biophysik, Mathematische Physik, Quantenfeldtheorie. Der Fachbereich ist an zahlreichen Sonderforschungsbereichen beteiligt.

Homepage des Fachbereichs Physik: http://www.physik.fu-berlin.de/

Die Geschichte der Physik an der FU: http://www.physik.fu-berlin.de/fachbereich/geschichte/

Foto: Die ülberdachte Brücke, die die Trakte des Physik-Gebäudes verbindet



1983

Abschluss einer Kooperationsvereinbarung zwischen der FU und dem Deutschen Gewerkschaftsbund

In der Vereinbarung kommen die FU und der DGB (Landesbezirk Berlin-Brandenburg) überein, "im Interesse einer verstärkten Behandlung von Problemen der Arbeitnehmer und der Arbeitswelt in der Wissenschaft sowie einer den gesellschaftlichen Erfordernissen entsprechenden Erweiterung der beruflichen und sozialen Kompetenz der Arbeitnehmer" zusammenzuarbeiten.

Die Geschäftsstelle für die Kooperation wird am Weiterbildungszentrum der FU eingerichtet.





Mehrere Einrichtungen der FU beziehen den "Standort Lankwitz".

FU-Einrichtungen ziehen nach Lankwitz auf das Gelände der ehemaligen Pädagogischen Hochschule (vgl. 1.4.1980).

Teilbereiche der Geologie und Geophysik sowie die Kommunikationswissenschaften und die - 1999 aufgelöste - Zentraleinrichtung für Audiovisuelle Medien (ZEAM) wechseln in die PH-Gebäude. Die Geologie und Paläontologie folgen 1992 vollständig, die Geographie 1998 und die Mineralogie 2004.

Computer-3D-Bild: Luftansicht des Standorts Lankwitz




Mai 1983

Das Konzil der FU wählt den Rechtswissenschaftler Dieter Heckelmann zum neuen Präsidenten der FU.

Der dem konservativen Spektrum angehörende Heckelmann amtiert bis 1991. Zur Überwindung der Grabenkämpfe verständigen sich hochschulpolitische Fraktionen aus dem liberalen, dem konservativen und dem linken Spektrum auf eine pragmatische Zusammenarbeit im Präsidialamt.

Schwarz-Weiß-Foto von Dieter Heckelmann



1984

Eröffnung der Bereichsbibliothek Erziehungs- und Unterrichtswissenschaften

(heute: Bereichsbibliothek Erziehungswissenschaft, Fachdidaktik, Psychologie und Sportwissenschaft am Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie)

Das Gebäude ist Teil des zweiten Bauabschnitts der "Silberlaube".

Homepage der Bibliothek: http://www.fu-berlin.de/ewibib/

Homepage des Fachbereichs Erziehungswissenschaft und Psychologie: http://www.ewi-psy.fu-berlin.de/

Foto: Innenansicht der Bereichsbibliothek




Das Institut für Biochemie zieht in den Otto-Hahn-Bau.

Im 1912 eingeweihten Gebäude in der Thielallee 63 (Architekten: Ernst von Ihne und Max Guth) war zunächst das "Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie" untergebracht.

Im Dezember 1938 entdeckten hier Otto Hahn und Fritz Straßmann die Kernspaltung. Am 17. Dezember 1956 wurde in Erinnerung an diese Entdeckung eine Gedenktafel enthüllt. Das Gebäude trägt seitdem den Namen "Otto-Hahn-Bau".

Dieses Gebäude war auch über viele Jahre die gemeinsame Forschungsstätte von Otto Hahn und Lise Meitner (siehe auch den Eintrag zum 17.12.1956).

Homepage der Biochemie am Institut für Chemie: http://userpage.chemie.fu-berlin.de/biochemie/

Zur Geschichte des Otto-Hahn-Baus: http://userpage.chemie.fu-berlin.de/biochemie/ohb_g.html

Schwarz-Weiß-Foto des Otto-Hahn-Baus




Beginn der Interdisziplinären Ringvorlesungen an der FU

Die unter dem Titel "Offener Hörsaal" vereinten Ringvorlesungen sind eine Ergänzung des fachwissenschaftlichen Lehrangebots. Sie sind als interdisziplinäre Vortragsreihen konzipiert, die sich nicht nur an Studierende aller Fachbereiche, sondern auch an die außeruniversitäre Öffentlichkeit richten.

Die Vorlesungen bieten neben wissenschaftlich fundierten Analysen aktueller Probleme auch allgemein verständlich dargebotene neue Forschungsergebnissen aus allen Wissenschaftsgebieten.

Ringvorlesungen/Offener Hörsaal: http://www.fu-berlin.de/veranstaltungen/offenerhoersaal/

Logo Offener Hörsaal




Eröffnung der Forschungsvermittlungsstelle

Die damalige Stabsstelle für Forschungsförderung und Forschungsvermittlung ist die zentrale Kontaktstelle für Wissens- und Technologietransfer an der FU. Ihre Aufgabe ist die Förderung und Intensivierung von Kontakten und Kooperationen mit der Wirtschaft. Die Forschungsvermittlung sieht sich dabei als Dienstleisterin, die der Wirtschaft, aber auch anderen Stellen, den Zugang zu universitären Forschungs- und Wissenspotentialen sowie Leistungsangeboten ermöglicht. Heute gehört diese Aufgabe zur Abteilung II (Lehre, Forschung und Weiterbildung).

Angesichts sinkender öffentlicher Zuschüsse gewinnt die Kooperation mit der Wirtschaft und die ökonomische Verwertung von Forschungsergebnissen eine immer größere Bedeutung. Die Freie Universität bemüht sich daher um den Ausbau ihrer Beziehungen zu Unternehmen, um die Förderung von Existenzgründungen und Patentanmeldungen sowie um eine stärkere Präsenz auf Industrie- und Fachmessen. Ebenso sucht sie den Kontakt mit der Öffentlichkeit, um ein Bewusstsein für den hohen Stellenwert von Forschung für die Gesellschaft zu schaffen.

Forschung an der FU Berlin: http://www.fu-berlin.de/forschung/

Wissenstransfer und Forschungspräsentation an der FU: http://www.fu-berlin.de/forschung/transfer/

Die Abteilung für Lehre, Forschung und Weiterbildung: http://www.fu-berlin.de/einrichtungen/verwaltung/zuv/abt-2/





26.6.1984

Gründung des Instituts für Tourismus

Das Institut für Tourismus (seit 1999 "Willy Scharnow-Institut für Tourismus") wird als Universitätsinstitut gegründet, um Lehr- und Forschungsaufgaben im Tourismus wahrzunehmen. Es arbeitet in Forschung und Lehre interdisziplinär. Beteiligt sind die Fachbereiche Wirtschaftswissenschaft (Arbeitsschwerpunkt: Tourismus-Management) und Geowissenschaften (Arbeitsschwerpunkt: Regionale Fremdenverkehrsplanung).

Homepage des Willy Scharnow-Instituts für Tourismus: http://www.fu-tourismus.de/





6.-8.12.1984

Die FU-Leitung veranstaltet den Kongress "Konsens und Konflikt - Das Grundgesetz vor den Herausforderungen der 80er Jahre".

Anlässlich des 35. Jahrestages des Grundgesetzes findet an der FU unter Beteiligung zahlreicher Vertreter von Politik und Wissenschaft ein von rund 1 500 Teilnehmern besuchtes Symposium statt.

"Um die Lebendigkeit der Verfassung, ihre gestaltende und ordnende Kraft zu verdeutlichen und zugleich durch Verarbeitung der Konflikte ständig erneut Grundkonsens zu erzeugen, sind insbesondere die Universitäten als Stätten freier Forschung und Lehre aufgerufen, Forum eines Konfliktaustrags für das breite Meinungsspektrum zu sein." (FU-Präsident Dieter Heckelmann im Geleitwort)

Vorträge und Diskussionen sind publiziert in: Konsens und Konflikt - 35 Jahre Grundgesetz, herausgegeben von Albrecht Randelzhofer und Werner Süß, Berlin - New York 1986.




1985

Einrichtung des Instituts für Informatik am Fachbereich Mathematik

Acht Jahre später, am 19.11.1993, zieht das Institut in den Neubau in der Takustraße 9. Zu diesem Zeitpunkt wird der Fachbereich in "Fachbereich Mathematik und Informatik" umbenannt.

Homepage des Instituts für Informatik: http://www.inf.fu-berlin.de/

Foto: Bambus, Tische und Stühle im Innenhof des Informatik-Gebäudes
Innenhof der Informatik




Günter Faltin, Professor für Wirtschaftspädagogik an der FU, gründet die Teekampagne.

Im Rahmen der "Projektwerkstatt", die von Faltin aus der Universität heraus gegründet wird, jedoch ein eigenständiges, von der Universität unabhängiges Unternehmen ist, wird die "Teekampagne" geboren.

Die Gründung geschieht in der Absicht, Entrepreneurship als Berufsperspektive für Absolventen ins Auge zu fassen. 2004 hat die Teekampagne über 140 000 Kunden, verkauft pro Jahr rund 400 000 kg Darjeeling Tee, verpackt zu 90% in 1-kg-Großpackungen, beschäftigt 15 Mitarbeiter, ist größtes Teeversandhaus in der Bundesrepublik und nach Angaben des Tea Board of India weltgrößter Importeur von Darjeeling Tee. In Zusammenarbeit mit dem "World Wildlife Fund" wird die Wiederaufforstung gefördert, um die zunehmende Bodenerosion an den steilen Berghängen Darjeelings zu verhindern.

1996 wird eine zweite Idee des Unternehmens mit Erfolg realisiert: die Herstellung von Designer-Sesseln aus Wasserhyazinthen, einer Pflanze, die eine Plage in tropischen Ländern darstellt (http://www.waterhyacinth.de/).

Homepage der Teekampagne: http://www.teekampagne.de/

Grün-weißes Logo der Teekampagne (Inderin mit Teeblatt und Schriftzug Darjeeling)




Mai 1985

Eröffnung des Laser-Medizin-Zentrums

Das Laser-Medizin-Zentrum (LMZ) ist eine als GmbH gegründete gemeinnützige Einrichtung, die mit der FU durch einen Kooperationsvertrag verbunden ist.

Das LMZ wird 1995 aus Synergiegründen mit dem Festkörper-Laser-Institut an der Technischen Universität zur Laser- und Medizin-Technologie GmbH Berlin (LMTB) verschmolzen.





30.10. - 6.11.1985

FU-Physiker und Wissenschaftsastronaut Reinhard Furrer im Weltall

Nach Siegmund Jähn (DDR) und Ulf Merbold beteiligt sich Reinhard Furrer als dritter Deutscher an einer Weltraummission. Er hält sich eine Woche lang an Bord der US-Raumfähre Challenger auf, um wissenschaftliche Experimente durchzuführen. Furrer kommt 1995 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben.

Zum Tod von Reinhard Furrer: http://www.fu-berlin.de/fun/1995/10-95/l1.htm

Homepage des Instituts für Weltraumwissenschaften: http://www.fu-berlin.de/iss/

Schwarz-Weiß-Foto: Furrer und Heckelmann mit weitgereister FU-Fahne
Fahne der FU war mit im Weltraum



1986

Einführung des "Berlin Program for Advanced German and European Studies"

"The Berlin Program for Advanced German and European Studies, established in 1986 at the Freie Universität Berlin and in the United States by the Social Science Research Council (SSRC), promotes a new generation of young American scholars with a specialized knowledge of modern and contemporary German and European affairs."

Die Homepage des "Berlin Program for Advanced German and European Studies": http://userpage.fu-berlin.de/~bprogram/





Februar 1986

Gründung der Arbeitsstelle Politik und Technik

Auf Beschluss des Kuratoriums wird im Februar 1986 die Arbeitsstelle Politik und Technik (APT) am Fachbereich Politische Wissenschaft gegründet. Dort wird über das Verhältnis von Technik, Gesellschaft und Politik sowie über Modernisierungs-, Innovations- und Arbeitsmarktpolitik geforscht.

Homepage der Arbeitsstelle Politik und Technik: http://www.fu-berlin.de/apt/

Rundes Logo der Arbeitsstelle Politik und Technik (graue Schrift auf weißem Hintergrund)




Einrichtung der "Forschungsstelle für Umweltpolitik"

Die Forschungsstelle für Umweltpolitik (FFU) wird 1986 als interdisziplinäres Forschungsinstitut an der FU gegründet. Sie baut auf eine bis Mitte der 70er Jahre zurückreichende Forschungstradition am Fachbereich Politische Wissenschaft und fungiert als Koordinationsstelle für sozialwissenschaftliche Umweltforschung.

Homepage der Forschungsstelle für Umweltpolitik: http://www.fu-berlin.de/ffu/

Rechteckiges Logo der Forschungsstelle für Umweltpolitik (ffu in grün/blau)



1987


Sommersemester 1987

Veranstaltungen der FU zur 750-Jahr-Feier Berlins

Anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins werden an der FU unter dem Thema "Berlin in der Wissenschaft und die Wissenschaft in Berlin" zahlreiche Ausstellungen und Vortragsreihen organisiert.

Überblick über die Veranstaltungen: FU-Info 4/87, S. 2-5 und 5/87, S. 29




1988

Die "Abguss-Sammlung antiker Plastik" wird wiedereröffnet.

Die Abguss-Sammlung ist dem Institut für Klassische Archäologie der Freien Universität zugeordnet.

Die Sammlung enthält rund 2000 Abgüsse griechischer und römischer Skulpturen, von denen etwa 800 in der Ausstellungshalle (Schloss-Strasse 69 B, Charlottenburg) gezeigt werden.

Sie setzt die Tradition der berühmten, 1695 begründeten Abguss-Sammlung fort, die zuletzt in der Friedrich-Wilhelms-Universität untergebracht war und infolge des zweiten Weltkrieges weitgehend vernichtet wurde.

Homepage der Abguss-Sammlung: http://www.geschkult.fu-berlin.de/e/klassarch/abgusssammlung/

Schwarz-Weiß-Foto: Aphrodite-Statuen des 4. Jhs. v. Chr. (u.a. von Praxiteles)
Aphrodite-Statuen des 4. Jhs. v. Chr.




Die FU-Professoren Volker Erdmann (Biochemie) und Wolfram Saenger (Kristallographie) erhalten den Leibniz-Preis.

Erdmann und Saenger sind die ersten FU-Mitglieder, die den Leibniz-Preis erhalten. Bis 2004 folgen 11 weitere Preisträger.

Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ist der höchstdotierte deutsche Förderpreis. Ziel des 1985 eingerichteten Leibniz-Programms, ist es, die Arbeitsbedingungen herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu verbessern, ihre Forschungsmöglichkeiten zu erweitern, sie von administrativem Arbeitsaufwand zu entlasten und ihnen die Beschäftigung besonders qualifizierter jüngerer Wissenschaftler zu erleichtern. Der Preis ist für experimentell und mit apparativem Aufwand arbeitende Wissenschaftler mit 1,55 Mio. Euro dotiert. Stärker theoretisch arbeitende Wissenschaftler erhalten etwa die Hälfte.

Die Leibniz-Preisträger der FU: http://www.fu-berlin.de/forschung/profil/preise-ordner/Leib.html





Wiedereröffnung der Studiobühne

Die Studiobühne ist das offizielle, studentische Theater der FU und als solche der hauptsächliche Träger studentischer Aktivitäten im Bereich des Theaters und der Performance-Kunst. In zumeist fünf Bühnen-Produktionen pro Jahr, präsentiert die Studiobühne ein Spektrum unterschiedlichster Aufführungen, auf variablen Bühnen der Stadt.

Die Studiobühne wurde Ende der 50er Jahre u.a. von Dieter Sturm (später Chefdramaturg am Deutschen Theater) ins Leben gerufen. Anfang der 70er Jahre stellte sie ihre Tätigkeit ein, wird aber 1988 von zwei Studenten der Theaterwissenschaft wieder zum Leben erweckt.

Homepage der Studiobühne: http://ubu.theater.fu-berlin.de/studiobuehne/

Homepage des Instituts für Theaterwissenschaft: http://ubu.theater.fu-berlin.de/

Foto: Die Studiobühne führt das Kunstseidene Mädchen auf
Aus der Aufführung von "Das Kunstseidene Mädchen" von Irmgard Keun (2003)




1.10.1988

Einrichtung der ersten Stiftungsprofessur an der FU

Der Zeithistoriker Jürgen Kocka nimmt den Ruf auf eine von der Stiftung Preußische Seehandlung auf drei Jahre ausgeschriebene Stiftungsprofessur für die Geschichte der industriellen Welt an. In der Folgezeit werden an der FU weitere Stiftungsprofessuren unter anderem von der Schering AG, der Pressestiftung Tagesspiegel und der Robert-Bosch-Stiftung eingerichtet.

Bei Stiftungsprofessuren widmen Privatpersonen, Unternehmen oder Stiftungen einer Hochschule zweckbestimmt eine Vermögensmasse. Dafür erhalten sie die Möglichkeit, den Namen der Professur zu bestimmen, Vorschläge für die fachliche Ausrichtung und ihren Standort einzubringen sowie ein beratendes Mitglied in die Berufungskommission zu entsenden. Die Universität verwirklicht mit dem Geld dringend benötigte oder wünschenswerte Projekte, die sie aus dem Regelhaushalt nicht bestreiten kann.

Überblick über Stiftungsprofessuren an der FU (Stand 2000): http://www.fu-berlin.de/fun/2000/1-2-00/hochschule/hochschule2.html





Wintersemester 1988/89

UNiMUT-Streik der Studierenden

Die Protestwelle richtet sich u.a. gegen geplante Institutsauflösungen und Institutszusammenlegungen, überfüllte Hörsäle, Verschlechterungen bei der Ausbildungsförderung und Benachteiligung von Frauen bei der Einstellungspraxis.

Die Studierenden fordern Möglichkeiten selbstbestimmten Lernens und kritischer Auseinandersetzung mit dem bestehenden Wissenschaftsbetrieb, wie es im Streik in verschiedenen Autonomen Seminaren praktiziert wird. Ab Januar 1989 werden daraufhin "Projekttutorien" eingerichtet. Die Projekttutorien werden zum Sommersemester 2002 eingestellt. Der Akademische Senat beschließ zum Wintersemester 2002/2003 die Einführung eines Studienprojektprogramms.

UNiMUT-Logo mit zähnefletschendem Gummibärchen auf FU-Siegel (rot auf weiß)




4.12.1988

40. Jahrestag der FU-Gründung

Gesine Schwan, von 1977 bis 1999 Professorin für Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut (seit 1999 Präsidentin der Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder) am 4.12.1988, anlässlich des 40. Jahrestages der FU-Gründung:
"Der politische Beruf der Universität - die Förderung der Wahrheit in der Gesellschaft - verbietet ihr eine unkritische politische Bindung im einzelnen. Aber er enthält doch eine klare, auch politische Wertentscheidung: für die Demokratie und die gleiche Würde aller Menschen."

Schwarz-Weiß-Foto:  Heckelmann, von Weizsäcker und Fricke bei 40-Jahr-Feier
FU-Präsident Heckelmann, Bundespräsident von Weizsäcker und TU-Präsident Fricke bei der 40-Jahr-Feier

 


Verantwortlich für Inhalt: chronik@fu-berlin.de - last update: 02.06.2009

 

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