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1948

5.11.1948

Beginn der Immatrikulationen an Freien Universität.

Foto: Das erste Immatrikulationsbuch Das erste Immatrikulationsbuch der FU
Foto und © Stephan Töpper

Schwarz-Weiss-Foto von Karol Kubicki Stanislaw Karol Kubicki (* 5.7.1926)
 
Karol Kubicki ist der Sohn des 1943 von der Gestapo ermordeten Schriftstellers, Philosophen, Übersetzers und expressionistischen Malers Stanislaw Kubicki. Als "Matrikelnummer 1" setzt er ab 1948 sein an der "Universität Unter den Linden" begonnenes Medizinstudium an der Freien Universität fort. Er gehört dem Gründungs­ausschuss der Universität an, der im Zuge der Proteste gegen die politisch motivierten Exmatrikulationen von drei studentischen Redakteuren der Zeitschrift "Colloquium" an der "Lindenuniversität" gegründet wird (vgl. den Eintrag zum 19.6.1948).
 
Nach Studium und Promotion wird Kubicki Professor für Neurologie. Als Schlafforscher leitet er von 1974 bis 1991 die Abteilung für Klinische Neurophysiologie im Klinikum Charlottenburg der Freien Universität.
Quelle: Universitätsarchiv der FU

Schwarz-Weiss-Foto von Helmut Coper Helmut Coper (* 30.12.1925, † 30.8.2013)
 
Helmut Coper, Matrikelnummer 2, wird 1948 der erste gewählte Vorsitzende des Allgemeinen Studenten­ausschusses (AStA) der Freien Universität. Nach seiner Promotion und Habilitation im Fach Pharmakologie wird er 1967 zum Direktor des Instituts für Neuropsychophar­makologie berufen, das er bis zu seiner Emeritierung 1994 leitet.
 
Helmut Coper war der erste Inhaber eines Lehrstuhls für Neuropsychopharmakologie in Deutschland überhaupt. Im Mittelpunkt seiner wissenschaftlichen Tätigkeit standen die Gerontologie und die Suchtforschung. Für seine Verdienste um die Aussöhnung zwi­schen Deutschland und Polen wurde Helmut Coper von der polnischen Akademie der Wissenschaften geehrt.
Quelle: Universitätsarchiv der FU

Schwarz-Weiss-Foto von Ingeborg Ehrenberg Ingeborg Ehrenberg (* 29.1.1923)
 
Ingeborg Ehrenberg (verh. Kluwe) ist mit der Matrikelnummer 3 die erste an der Freien Universität eingeschriebene Studentin. 1942 beginnt sie an der Friedrich-Wilhelms-Universität ihr Medizinstudium, muss es jedoch unterbrechen, weil sie als Schwestern­helferin in einem Kriegslazarett eingesetzt wird. Das Medizinstudium nimmt sie 1948 an der Freien Universität wieder auf und schließt es 1952 mit Staatsexamen und Promotion ab. Nach ihrer Pflichtassistenzzeit im Krankenhaus Moabit arbeitet sie im Kranken­haus Westend in der HNO-Abteilung. 1953 heiratet sie und widmet sich nach der Geburt des ersten Kindes ihrer Familie.
 

Quelle: Universitätsarchiv der FU


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