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Mary Robinson, Foto und © Bernd Wannenmacher
Richard von Weizsäcker, Mary Robinson und
Peter-André Alt,
Foto und © Bernd Wannenmacher
Jutta Limbach, Foto und © Bernd Wannenmacher
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Mary Robinson (* 1944)
Mary Robinson studierte am King's Inns in Dublin und an der Harvard University.
Mit 25 Jahren wurde sie die jüngste Reid-Professorin für
Verfassungsrecht am Trinity College Dublin. Als Senatorin im irischen Senat
von 1969 bis 1989 trat Mary Robinson leidenschaftlich für soziale
Veränderungen, für eine Liberalisierung und Modernisierung des
irischen Rechtssystems sowie für die Rechte von Frauen und Minderheiten
ein.
Nachdem sie 1990 als erste Frau zur Präsidentin Irlands gewählt
wurde, nutzte sie diese Position, um Menschenrechtsverletzungen weltweit
zu verurteilen. Ihr Engagement für humanitäre Zusammenarbeit
führte sie unter anderem nach Somalia und Ruanda. Dort war sie das
erste Staatsoberhaupt, das das Land nach dem Völkermord von 1994
besuchte.
Als Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte
(1997–2002) bewirkte sie, dass der Menschenrechtsschutz Bestandteil
jeglicher UN-Politik wurde und rückte das Thema so international
stärker ins Bewusstsein. Dank ihres Engagements wurden klare Standards
geschaffen, die dazu dienen, die Einhaltung der Menschenrechte weltweit
zu überwachen.
Nach dem Ende ihres UN-Mandats gründete sie die Bewegung "Realizing
Rights: The Ethical Globalization Initiative", deren Präsidentin sie
ist. Ziel der Initiative ist es, die Globalisierung zu einer positiven
Kraft für alle Menschen auf der Welt werden zu lassen.
Mary Robinson ist zudem Präsidentin der International Commission of
Jurists, Ehrenpräsidentin der Hilfsorganisation Oxfam und Mitglied
von The Elders – einer Gruppe von Persönlichkeiten, die sich
für die Lösung globaler Probleme einsetzen.
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