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1994

10.12.1994

Wirtschaftsnobelpreis für Reinhard Selten

  Foto von Reinhard Selten
Reinhard Selten, Foto: Volker Lannert, Quelle: Universität Bonn
  Reinhard Justus Reginald Selten (* 5.10.1930 in Breslau, † 23.8.2016 in Posen)
 
Reinhard Selten muss als 14-Jähriger wegen der jüdischen Herkunft seines Vaters das Gymnasium verlassen. Seine Familie flüchtet 1945 aus Breslau.
 
Reinhard Selten legt 1951 am Geschwister-Scholl-Gymnasium im hessischen Melsungen das Abitur ab und studiert in Frankfurt am Main Mathematik. Er promoviert mit einer Dissertation zum Thema "Bewertung von n-Personenspielen".
 
Nach seiner Habilitation lehrt er von 1969 bis 1972 am wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereich der FU und danach an den Universitäten Bielefeld und Bonn. In Bonn leitet Selten die interdisziplinäre For­schungsgruppe "Game Theory in the Behavioral Sciences" und das Laboratorium für experimentelle Wirtschaftsforschung.
 
Selten erhält am 10. Dezember 1994 für seine For­schungen zur Spieltheorie als bisher einziger Deut­scher gemeinsam mit den US-Mathematikern John Nash und John Harsanyi den Wirtschaftsnobel­preis.
 

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