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Reinhard Selten, Foto: Volker Lannert, Quelle: Universität Bonn |
Reinhard Justus Reginald Selten (* 5.10.1930 in Breslau, † 23.8.2016
in Posen) Reinhard Selten muss als 14-Jähriger wegen der jüdischen Herkunft seines Vaters das Gymnasium verlassen. Seine Familie flüchtet 1945 aus Breslau. Reinhard Selten legt 1951 am Geschwister-Scholl-Gymnasium im hessischen Melsungen das Abitur ab und studiert in Frankfurt am Main Mathematik. Er promoviert mit einer Dissertation zum Thema "Bewertung von n-Personenspielen". Nach seiner Habilitation lehrt er von 1969 bis 1972 am wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereich der FU und danach an den Universitäten Bielefeld und Bonn. In Bonn leitet Selten die interdisziplinäre Forschungsgruppe "Game Theory in the Behavioral Sciences" und das Laboratorium für experimentelle Wirtschaftsforschung. Selten erhält am 10. Dezember 1994 für seine Forschungen zur Spieltheorie als bisher einziger Deutscher gemeinsam mit den US-Mathematikern John Nash und John Harsanyi den Wirtschaftsnobelpreis. |