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1950

24.5.1950

Die Philosophische Fakultät verleiht dem Komponisten Paul Hindemith die Ehrendoktorwürde.


  Schwarz-Weiß-Foto: Paul Hindemith und FU-Rektor Edwin Redslob
Paul Hindemith und FU-Rektor Edwin Redslob, Foto: Schirner,
Quelle: Universitätsarchiv der FU, Bildarchiv der Zeitschrift Colloquium
  Paul Hindemith (* 1895, † 1963)
 
Der in Hanau geborene Sohn einer Arbeiterfamilie galt bereits in den zwanziger Jahren als einer der bedeutendsten modernen Musiker (Bratschist) Eu­ropas. Von 1915 bis 1923 war Hindemith Konzert­meister des Frankfurter Opernhauses, 1921 gehör­te er zu den Mitbegründern der Donaueschinger Kammermusikfeste, deren Leitung er bis 1926 innehatte. 1927 erhielt er den Lehrstuhl für Kompo­sition an der Berliner Hochschule für Musik. Seine Werke durften ab 1934 nicht mehr im Rundfunk gesendet werden, 1936 wurden auch konzertante Aufführungen untersagt. Obwohl sich seine Studen­ten und namhafte Kollegen wie Wilhelm Furtwäng­ler für ihn einsetzten, sah Hindemith im national­sozialistischen Deutschland keine Perspektive mehr und ließ sich 1935 von seiner Lehrverpflichtung beurlauben. Nach Engagements und Lehrtätigkeit in der Türkei, der Schweiz und den USA übernahm Hindemith 1951 den Lehrstuhl für Musiktheorie, Komposition und Musikpädagogik der Universität Zürich. Neben musikalischen und musiktheoreti­schen Werken veröffentlichte der Komponist auch Arbeiten zu philosophischen und kirchengeschicht­lichen Fragen.
 
In seinem mehrbändigen Lehrbuch "Unterweisung im Tonsatz" (1937ff.) begründete er auch theore­tisch sein neues tonales System. Zu seinen Haupt­werken gehören die Opern "Cardillac" (1926) und "Mathis der Maler" (1938).
 

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