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Die Anatomie im Jahr 2004, Foto und © Petra Kende
Die Anatomie im Jahr 2021 (kurz vor dem Abriss), Foto und © Bernd Wannenmacher
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Das Gebäude des Anatomischen Instituts wird ab Januar 1950 in nur
102 Tagen zunächst als dreiflügelige Anlage errichtet.
Die Bauleitung übernimmt Oberbaurat Johann Huntemüller.
Dieser hatte zuvor den Wiederaufbau der Berliner Staatsoper und des
Staatstheaters angeleitet.
1955 muss das Gebäude aufgrund wachsender Studentenzahlen erweitert
werden. In diesem Zuge entsteht ein zweigeschossiger Forschungs- und
Laborflügel für 1,3 Millionen D-Mark. 1951 wird der
freistehende und sanierungsbedürftige Hörsaal im Hof abgerissen
und durch einen Bau aus Stein ersetzt. Der baufällige
Präpariersaal an der Peter-Lenné-Straße wird 1976
durch einen zweigeschossigen Kurssaaltrakt in Stahlbetonweise ersetzt.
Umfangreiche An- und Umbaupläne des Architekten Paul Ziegert
aus dem Jahre 1987 werden nicht mehr umgesetzt. Das nicht
denkmalgeschützte Gebäude wird Ende der 1990er Jahre aufgegeben,
weil der Fachbereich Humanmedizin der FU und die medizinische Fakultät
der HU zu einer Universitätsmedizin zusammengeführt werden.
2008 kauft ALDI das Gelände mit der Absicht eine Filiale zu
errichten. Das Unternehmen scheitert mehrfach beim Versuch eine
Baugenehmigung zu erhalten, weil der Bezirk Wohnraum schaffen
möchte. Das mehr und mehr verfallende Gebäude lockt
trotz Sperrung des Geländes in den nächsten Jahren#
Fotografen an, die den "lost place" als beliebtes Motiv entdecken.
2022 wird die "alte Anatomie" abgerissen. Faber + Faber
Archtiketen entwerfen für die ALDI-Wohnungen GmbH
& Co KG fünf Häuser mit 106 Wohnungen (darunter
Sozialwohnungen und 50 Studentenappartements).
Weitere Details in:
Schilling, Martina (Hg.): Freie Universität Berlin – Ein
Architekturführer zu den Hochschulbauten, Salenstein 2011
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