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1968

15.5.1968

Proteste gegen die Notstandsgesetzgebung

  Schwarz-Weiß-Foto: Streik gegen Notstandsgesetze 15.5.1968
Vorlesungsstreik gegen die Notstandsgesetze, 15. Mai 1968 im Audimax der FU.
Am Mikrofon: Sigrid Fronius.
Quelle und ©: Bundesstiftung Aufarbeitung, Fotograf: Klaus Mehner,
Signatur: 68_0515_ERZ-FU-VV-Streik_01

 
Schwarz-Weiß-Foto: Streik gegen Notstandsgesetze 15.5.1968
Vorlesungsstreik gegen die Notstandsgesetze, 15. Mai 1968 im Audimax der FU
Quelle und ©: Bundesstiftung Aufarbeitung, Fotograf: Klaus Mehner,
Signatur: 68_0515_ERZ-FU-VV-Streik_05

 
  Der Aufruf zum Vorlesungsstreik wird an der FU fast vollständig befolgt. Etwa 3000 Studenten ver­sammeln sich um 15 Uhr im Auditorium maximum der FU und diskutieren über Kampfmaßnahmen gegen die Notstandsgesetze. Immer wieder ziehen einzelne Trupps in Institute, um dort Vorlesungen und Seminare zu verhindern. In der Diskussion im Auditorium maximum erklärt der Schriftsteller Gün­ter Grass, dass die Krise der Demokratie durch die Notstandsgesetze nicht behoben, sondern ver­schärft werde.
 
Gegen die geplante Verabschiedung der Not­standsgesetze durch die Große Koalition rufen die Studentenvertretungen der Berliner Universitäten am 15. Mai, am Tage der zweiten Lesung der Not­standsgesetze im Bundestag, zu einem Streik­tag auf.
 
Anlässlich der Verabschiedung der Notstandsge­setze demonstrieren am 30. Mai 40 000 Anhänger der Außerparlamentarischen Opposition in Bonn. An 25 Universitä­ten kommt es zu Protestkundge­bungen und Institutsbesetzungen. An der FU ist das Ger­manische Seminar seit dem 27.5. für meh­rere Tage besetzt.
 

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