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Im Vergleich lässt sich feststellen,
wie unterschiedliche politische Systeme bzw. deren gesellschaftliche,
wirtschaftliche und kulturelle Rahmenbedingungen Geschlechterverhältnisse
prägen und beeinflussen. Dabei sind Unterschiede und Ähnlich-keiten
sowohl in den politischen Strukturen und Rahmen-bedingungen als auch
in den gesellschaftlichen Auswirkungen auf Frauen und Männer
zu identifizieren. Herausgearbeitet werden soll das jeweilige Bedingungsverhältnis.
In der historischen Dimension lassen sich zudem die "Entwicklungs-pfade"
und Weichenstellungen für die Entstehung und Veränderung
von Einflussfaktoren rekonstruieren.
Trotz bestehender Probleme der Übertragbarkeit sind solche Vergleiche
sinnvoll und nützlich, vor allem um Veränderungs-perspektiven
für bestimmte Systeme oder deren Teilbereiche zu entwickeln.
Eine besondere Bedeutung nimmt der geschlechtersensible Wohlfahrtsstaatsvergleich
ein, mit dessen Hilfe sich unterschiedliche „Geschlechterregime“
identifizieren lassen. Sie werden im Hinblick darauf definiert,
ob und wie die jeweiligen Systemstrukturen die Gleichstellung und
verbesserte Teilhabe von Frauen als dem bislang benachteiligten Geschlecht
fördern oder behindern.
Angesichts der europäischen Einigung und anstehenden EU-Erweiterung
spielt der europäische Vergleich selbstverständlich eine
herausgehobene Rolle. Daher gehören in diese Rubrik auch Analysen
zur europäischen Integration, d.h. zum Einfluss europäischer
Institutionen auf die Politik und den System-wandel in den Mitgliedstaaten
und zu den Wechselwirkungen nationalstaatlicher und supranationaler
Politik.
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