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| Internationale Beziehungen |
Noch nicht lange existiert Aufmerksamkeit
für die Kategorie Geschlecht in den Internationalen Beziehungen.
Diese wurden früher vorrangig mit der Betrachtung der Außenpolitik
von Staaten, den klassischen Völkerrechtssubjekten, identifiziert.
Bezogen auf diese Subjekte wurden Fragen der inneren Dif-ferenzierung
und geschlechtlichen Asymmetrie kaum gestellt, zumal das Personal
internationaler Organisationen und nationaler Außenpolitik seit
jeher sehr männlich geprägt ist.
So ergeben sich bei genauerem Hinsehen auch auf interna-tionaler Ebene
zahlreiche Kontexte, in denen die Bedeutung der Geschlechterverhältnisse
augenfällig wird:
Ein herausragendes Thema ist beispielsweise die Entwicklung und Anerkennung
von Frauen- und Menschenrechten.
Hier geht es um die Aufdeckung von geschlechtsspezifischer Hierarchisierung,
sei es durch Recht und sozioökonomische Strukturen oder durch
kulturelle und religiöse Gebote.
Zu fragen ist, inwieweit die spezifische Betroffenheit von Frauen
als Opfer von Gewalt, Unterdrückung und Diskrimi-nierung als
Menschenrechtsverletzung erkannt und bekämpft wird.
Des Weiteren lassen sich im Zusammenhang mit internatio-nalen wirtschaftlichen
und politischen Prozessen die Effekte der Globalisierung für
Frauen und Männer in den verschie-denen Ländern und Regionen
der Erde analysieren und reflektieren.
Schließlich soll in Beiträgen dieser Rubrik über Möglichkeiten
und Grenzen institutioneller und zivilgesellschaftlicher Strate-gien
zur Aufhebung geschlechtlicher Asymmetrien auf zwi-schenstaatlicher
und globaler Ebene nachgedacht werden.
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