Interessengemeinschaft behinderter Studierender an der Freien Universität Berlin


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Aktuelles

 

 

 

Neue Auflage: "Leitfaden für Alg II / Sozialhilfe von A - Z"(Meldung vom 21.10.2016)

Der Verein Tacheles e.V. veröffentlichte kürzlich die 29. Auflage des Ratgebers "Leitfaden für Alg II / Sozialhilfe von A - Z". Das Autorenteam Frank Jäger und Harald Thomé informiert über Arbeitslosengeld II, Grundsicherung und Hilfe zum Lebensunterhalt. Ebenso enthält der "Leitfaden" etliche Hinweise zum Thema Studierende, Behinderung, chronische Erkrankung, zu Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAfpG), Eingliederungshilfe, Kostenübernahme für spezielle Ernährung, Mehrbedarf, Wohngeld und vieles mehr. Die Autoren haben eine Fülle von Beratungshinweisen zusammengestellt, geben oft Tipps und nehmen häufig kritisch Stellung zu (sozialpolitischen) Einschränkungen der Vergabepraxis von Sozialleistungen. Ein umfangreiches Stichwortverzeichnis rundet den Ratgeber ab.

Nähere Infos zum "Leitfaden für Alg II / Sozialhilfe von A - Z" (Stand Oktober 2016, circa 700 Seiten, broschiert, 15,00 Euro), zu Bestellmöglichkeiten sowie einem PDF-Dokument des Inhalts- und Stichwortverzeichnisses, befinden sich auf der Website von Tacheles e.V..

 

 

Handbuch "Studium und Behinderung" in neuer Auflage (Update, Meldung vom 18.09.2013)

Das Handbuch "Studium und Behinderung" wurde von der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) des Deutschen Studentenwerks in der 7. aktualisierten Auflage angekündigt. Erstmals wird das Handbuch im A4-Format veröffentlicht. Eine digitale Fassung steht auf der Website der IBS zum Herunterladen bereit.

Studierende erhalten die gedruckte Ausgabe kostenlos bei der Beratung für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen der Freien Universität Berlin. Das Handbuch kann ebenfalls versandkostenfrei bei der IBS angefordert werden:

Handbuch versandkostenfrei anfordern

Deutsches Studentenwerk
Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung
Monbijouplatz 11
10178 Berlin

Telefon: 030 / 29 77 27 - 64
Telefax: 030 / 29 77 27 69

E-Mail: studium-behinderung@studentenwerke.de

 

 

Weitere Nachrichten

 

WHO Weltbericht Behinderung 2011 (Meldung vom 02.12.2011)

Im Juni 2011 veröffentlichten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Weltbank den World Reports on Disability. Auf Anregung des Bundestagsabgeordneten Dr. Ilja Seifert (Die Linke), ließ der Deutsche Bundestag den Bericht übersetzen. "Aufbauend auf einer aktuellen Definition von Behinderung und den Bezügen zu Armut, Entwicklungszusammenarbeit und Menschenrechte (1. Kapitel) führt der Bericht über Ausführungen zur Häufigkeit von Behinderung weltweit (2. Kapitel) hin zu speziellen Themen wie Gesundheit (3. Kapitel), Rehabilitation (4. Kapitel) und unterstützende Dienste (5. Kapitel). Die folgenden Kapitel gehen auf umweltbezogene Aspekte sowie Barrierefreiheit (6. Kapitel), Bildung und Erziehung (7. Kapitel) sowie Beschäftigung von Menschen mit Behinderung (8. Kapitel) ein. Abschließend werden Empfehlungen und praktische Aspekte diskutiert. 15 Prozent aller Menschen haben eine Behinderung. Somit ist jeder 7. Mensch weltweit von Behinderung betroffen. Bisher ist man von 10 % ausgegangen. Armut und Behinderung sind weltweit ein Kreislauf: Der Großteil aller Menschen mit Behinderungen lebt in Entwicklungsländern. Kinder und Frauen sind am stärksten betroffen. In Afrika sind 6,4 % aller Kinder unter 14 Jahren behindert. Das sind wesentlich mehr als in den Ländern mit hohem Einkommen (2,8 %). Die zwei wichtigsten Empfehlungen des World Reports on Disability lauten: Zugang zu medizinischer Versorgung und Schulbildung schaffen sowie Menschen mit Behinderungen in das Gemeindeleben gleichberechtigt einbeziehen", so Seifert in seinem Überblick zum Report.

Der 312 Seiten umfassende Weltbericht Behinderung 2011 (PDF-Datei) steht auf der Website des Politikers zum Herunterladen bereit.

 

 

Nicht viel drin - Aktionsplan zur UN-Behindertenrechtskonvention (Meldung vom 12.06.2011)

Der "nationale Aktionsplan" zur UN-Behindertenrechtskonvention war am Mittwoch, 08.06.2011, Thema im Sozialausschuss des deutschen Bundestages. Das war es dann auch schon mit der Beteiligung des Parlaments. Der Plan wird Mitte Juni das Kabinett passieren und danach offiziell vorgestellt. Im Ausschuss verabschiedet wurde denn auch nur ein Entschließungsantrag der Koalitionsfraktionen (PDF-Datei).

Der Aktionsplan sei relativ unverbindlich und daran ändere sich wohl nichts mehr, kritisierten Sozialexperten. Entsprechend kontrovers liest sich die Ausschussdebatte in der Woche im Bundestag (WiB):

"Eine Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion betonte, es gebe bereits einige "gute Regelungen, um die Teilhabe behinderter Menschen sicher zu stellen". Aber es blieben andererseits Teilbereiche, "in denen wir noch mit Problemen zu kämpfen haben", sagte sie und bezeichnete den nationalen Aktionsplan als "große Chance für Deutschland". Sie wies darauf hin, dass der Koalitionsantrag gerade auch die Situation der älter werdenden Bevölkerung berücksichtige. Zudem forderte sie einen Paradigmenwechsel, "von der Fürsorge hin zur aktiven Lebensgestaltung".

Demgegenüber übte die SPD-Fraktion Kritik. Eine Abgeordnete bezeichnete den Antrag der Koalitionsfraktionen als "hübschen Text, der völlig unzureichend" sei. Die dort enthaltenen Punkte seien "alle schon bekannt", ein eigenes Budget fehle nach wie vor. "Wenn wir diesem Antrag zustimmen, machen wir uns bei den Behinderten lächerlich", sagte sie.

Ein Vertreter der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen bedauerte, dass der Antrag "im Bereich Sozialleistungen im Ungefähren verschwimmt" und kritisierte insbesondere den dort enthaltenen Mehrkostenvorbehalt. Dieser führe zu einer strukturellen Blockade für das Wohnen in der eigenen Häuslichkeit, kritisierte er mit Blick auf die Diskussion über die Ermöglichung von ambulant betreutem Wohnen.

Auch die Fraktion Die Linke zeigte sich unzufrieden. "Das Beste an dem Koalitionsantrag ist, dass wir dieses Thema überhaupt wieder diskutieren", sagte ein Sprecher und bemängelte, im Antrag stehe "nicht viel drin". Es bestehe in der Diskussion des Themas "kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem", sagte er und fügte an: "Wir alle wissen, was nötig ist, aber aus Sicht der Koalition darf es nichts kosten." Wer so tue, als sei die Umsetzung von Menschenrechten ohne Geld zu haben, begehe einen Irrtum.

Eine Vertreterin der FDP-Fraktion wies demgegenüber darauf hin, dass der Antrag aus ihrer Sicht nicht "mit Dingen überfrachtet ist, die man hinterher nicht einlösen kann". Sie regte zudem an, sich die Leitlinien der UN-Behindertenrechtskonvention nochmals vor Augen zu führen. Diese beinhalteten unter anderem den Gedanken, dass Behinderung nicht mehr als Beeinträchtigung zu verstehen sei. Hierbei müsse sich die Gesellschaft bewegen und nicht die Behinderten."

 

 

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