FU-Chronik| 1945-1948| 1949-1960| 1961-1969| 1970-1988| 1989-2004| 2005-2017| Register
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Die Globalisierung als Herausforderung für Forschung und Lehre

Fünfzig Jahre nach Einweihung des Henry-Ford-Baus wird anlässlich dieses Jubiläums die Ausstellung "Zukunft von Anfang an" zur Geschichte und zum Profil der Freien Universität eröffnet. Der Rückblick auf die Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte findet in einer Zeit statt, die angesichts der globalen Herausforderungen eine interdis­ziplinäre und internationale Kooperation wissenschaftlicher Einrichtungen zwingend erforderlich macht. Die Freie Universität reagiert auf diese Herausforderungen durch die Bildung fachübergreifender Forschungsfelder und den Ausbau ihrer Wissenschafts­beziehungen innerhalb der weltweiten scientific community. Außerdem wird durch verschiedene Initiativen das nichtuniversitäre Publikum, insbesondere die nachwach­senden Schülergenerationen in Veranstaltungen und Programme der Freien Universität einbezogen.

Mit dem Kuppelbau der 2005 eröffneten Philologischen Bibliothek erhält der Dahlemer Campus zusätzlich zum Henry-Ford-Bau ein zweites architektonisches Wahrzeichen.

Die Freie Universität beteiligt sich 2006 erfolgreich im Rahmen des nationalen akade­mischen Wettbewerbs und schneidet bei den verschiedensten Evaluationen und Preisvergaben sehr gut ab. Sie wird u. a. für ihre internationalen Master-Programme geehrt, erhält gute Noten für den Betrieb ihrer geisteswissenschaftlichen Bibliotheken und wird als familienfreundliche Hochschule ausgezeichnet.

Neben ihrer Orientierung auf die aktuellen Erfordernisse der Weltgesellschaft und den globalen wissenschaftlichen Diskurs erinnert sich die Freie Universität auch an lange tabuisierten Begleiterscheinungen des Ost-West-Konfliktes. Als Spende des Bank­hauses Sal. Oppenheim wurde im September 2007 auf dem Campus eine Skulptur errichtet, die jenen Studenten gewidmet ist, die in den frühen fünfziger Jahren wegen ihres Einsatzes für die akademische und politische Freiheit in der Sowjetunion ermordet wurden.



2005

16.10.2004–20.2.2005

Ausstellung "Zukunft von Anfang an"

Fünfzig Jahre nach Einweihung des Henry-Ford-Baus findet anlässlich dieses Jubi­läums eine Ausstellung zur Geschichte und zum Profil der FU statt. Im Mittelpunkt stehen die Gründung der FU im Jahre 1948, ihre Rolle bei den Studentenunruhen 1968, die Folgen des Mauerfalls 1989 sowie künftige Pläne für den Wissenschafts­standort Dahlem. Weitere thematische Schwerpunkte sind die Architektur des Universitätsgeländes, das breit gefächerte Spektrum der angebotenen Wissenschaf­ten, das Leben auf dem Campus sowie Habitus und Ritual der akademischen Welt damals und heute.

Bis zum 20. Februar 2005 ist die Ausstellung in den Räumen des Henry-Ford-Baus untergebracht und wird anschließend im Berliner Abgeordnetenhaus gezeigt.

Ab 16.4.2007 ist die Ausstellung dauerhaft im Henry-Ford-Bau untergebracht (vgl. den Eintrag zum 16.4.2007).

Ausstellungsführer: siehe Bibliographie

Foto der Ausstellungseröffnung
Foyer des Henry-Ford-Baus




2005

Die FU lässt ihr Umweltmanagement zertifizieren.

Seit 2005 gehört die FU zu den Universitäten, deren Umweltmanagement sich nach der weltweit gültigen Richtlinie DIN EN ISO 14001 und der europäischen öko-Audit-Verordnung (EMAS) richtet. Die bislang eingeleiteten und zertifizierten ökologischen Maßnahmen beziehen sich zunächst auf die Standorte der zentralen Universitäts­verwaltung und des Präsidiums in Dahlem, den von den Tiermedizinern genutzten Standort Düppel und den vom Fachbereich Geowissenschaften genutzten Standort Lankwitz. Bis Ende 2008 werden schrittweise alle Standorte in das Umweltmanage­mentsystem einbezogen.

Mit der freiwilligen Teilnahme an diesen Normensystemen verfolgt die Freie Universität u. a. folgende Ziele:

  • die Herstellung einer nachhaltigen Kosten- und Verbrauchstransparenz in den umweltrelevanten Handlungsfeldern Energie, Wasser, Abfall, Gefahrstoffe und Beschaffung,
  • die systematische Reduzierung der betriebsbedingten Umweltbelastungen und Umweltkosten.




2005

Einführung des Semesterprogramms "Berlin European Studies" (FU-BEST)

Die Studierenden werden in überwiegend englischsprachigen Fachkursen zur Ge­schichte, Politik, Gesellschaft und Kultur Deutschlands und Europas unterrichtet. Bestandteil des Lehrplans sind ferner Deutschkurse auf acht Niveaustufen. Außerdem werden Projekte, Exkursionen und ein abwechslungsreiches kulturelles Rahmenpro­gramm durchgeführt.

FU-BEST richtet sich vor allem an nordamerikanische Studierende. Die Semesterzei­ten sind an die amerikanischen Vorlesungszeiten angepasst. Es findet statt in einem Herbstsemester (August-Dezember) und einem Frühjahrssemester (Januar-April).





16.3.2005

Abschluss der Hochschulverträge für die Jahre 2006 bis 2009

Die Vereinbarung zwischen dem Senator für Wissenschaft, Forschung und Kultur und den Präsidenten von FU, HU und TU legt die staatlichen Zuschüsse fest und ermög­licht den Universitäten trotz weiterhin bestehender Unterfinanzierung eine Planungs­sicherheit für die kommenden drei Jahre.

Siehe auch die Einträge zu Mai 1997 und zum 22.12.2003.





29.4.2005

Auftaktveranstaltung zu den Einstein Lectures Dahlem

Mit den "Einstein Lectures Dahlem" würdigt die FU unter Beteiligung außeruniversi­tärer Forschungseinrichtungen das epochale Wirken Albert Einsteins. Über nahezu zwei Jahrzehnte wirkte Einstein in Berlin als Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik. Die Einstein Lectures Dahlem finden einmal pro Semester statt. Die angebo­tenen Themen umfassen alle durch Albert Einsteins Denken beeinflussten Wissen­schaftsgebiete. Bei der Eröffnungsveranstaltung spricht der US-Physiker Hans Frauen­felder vom Los Alamos National Laboratory über "Einstein, Brownian Motion, and Pro­tein Dynamics".





3.5.2005

Der Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften verleiht Günter Grass und Imre Kertész die Ehrendoktorwürde.

Die beiden Schriftsteller, "die in besonderer Weise für die Auseinandersetzung mit den Schrecken des Krieges und der totalitären Gewaltherrschaft, aber auch für die Kraft des Individuums selbst unter unvorstellbaren Bedingungen stehen" (so Bundeskanzler Schröder in seiner Grußbotschaft), erhalten die Ehrung für ihr Lebenswerk.

An der Veranstaltung nehmen prominente Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Gesellschaft teil, darunter der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker und Volker Schlöndorff, der 1978 den Roman "Die Blechtrommel" von Günter Grass verfilmte.

Foto: Imre Kertész, Günter Grass und Dieter Lenzen
Imre Kertész, Günter Grass und Dieter Lenzen




14.9.2005

Eröffnung der Philologischen Bibliothek

Nach vierjähriger Bauzeit wird der vom englischen Architekten Norman Foster (Lord Foster of Thames Bank) entworfene Neubau der Philologischen Bibliothek eröffnet. Der an die Form eines Gehirns erinnernde Bau, auch "The Berlin Brain" genannt, beher­bergt elf Teilbibliotheken mit 700 000  Büchern.

Norman Foster hat 1997 im Gutachterwettbewerb zur Sanierung der "Rostlaube" für seinen Entwurf zum Einbau der Philologischen Bibliothek den ersten Preis erhalten. Das wichtigste Projekt in der Fächergruppe der Geistes- und Sozialwissenschaften ist die Zusammenführung der Philologischen Fächer in der "Rostlaube" und die Schaffung einer gemeinsamen Bibliothek. Die "Rostlaube" wurde saniert und vollständig umge­staltet.

Foto: Philologische Bibliothek
Philologische Bibliothek




Wintersemester 2005/06

Das Seminar für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft wird in "Peter-Szondi-Institut" umbenannt.

Anlässlich des Umzugs in die Habelschwerdter Allee 45 benennt sich das Seminar für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft nach Peter Szondi (1929-1971), der das Seminar im Jahre 1965 mitbegründet hat. Szondi verfasste grundlegende literaturwissenschaftliche Werke, wie den "Versuch über das Tragische", mit dem er sich 1961 an der FU habilitierte. Über seine fachwissenschaftliche Tätigkeit hinaus engagierte sich Szondi in der Zeit der Studentenbewegung auch hochschulpolitisch.

Foto: Peter Szondi, © Wibke von Bonin
Peter Szondi



2006

9.1.2006

Marcel Reich-Ranicki erhält vom Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften die Ehrendoktorwürde.

Der Autor und Kritiker Marcel Reich-Ranicki erhält die Auszeichnung für sein langjäh­riges Engagement im literarischen Leben Deutschlands. In seinem Festvortrag "Berlin und ich" blickt Reich-Ranicki auf seine Jugendzeit als Theatergänger im Berlin der dreißiger Jahre zurück.

Foto: Marcel Reich-Ranicki hält eine Rede
Marcel Reich-Ranicki




20.1.2006

Die Freie Universität erreicht bei der "Exzellenzinitiative" die Runde der letzten zehn Universitäten.

Nach der Vorauswahl, die eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und vom Wissenschaftsrat eingesetzte Jury aus international renommierten Wissenschaft­lern vorgenommen hat, erreicht die FU in der Förderlinie 3 "Zukunftskonzepte zum pro­jektbezogenen Ausbau universitärer Spitzenforschung" die Runde der letzten zehn. Die FU bleibt auch in der Förderlinie 1 "Graduiertenschulen" mit ihrer "Graduate School of North American Studies" und in der Förderlinie 2 "Exzellenzcluster" mit dem Lehr- und Forschungsbereich "Governance in a Globalized World" vertreten.

Die Gemeinsame Kommission von DFG und Wissenschaftsrat hat entschieden, insge­samt 36 (von ursprünglich 74) Hochschulen zur Antragstellung für die nächste Runde des Wettbewerbs aufzufordern. Nach dieser Entscheidung wird die FU aufgefordert, in allen drei Förderlinien Vollanträge zu formulieren.

Am 23. Juni 2005 hatten Bund und Länder die Vereinbarung zur so genannten "Exzel­lenzinitiative" beschlossen. Das Ziel ist, den Wissenschaftsstandort Deutschland zu stärken, seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, sowie Spitzenleis­tungen im Universitäts- und Wissenschaftsbereich sichtbarer zu machen.

Siehe auch den Eintrag zum 13.10.2006





März 2006

Die Freie Universität erhält den Energieausweis.

Bereits Monate vor der gesetzlichen Verpflichtung verfügt die FU in ihrem mit über 30 000 Quadratmetern größten Campusgebäude, der "Silberlaube", über einen Energieausweis. Er informiert in kurzer, prägnanter Form über die energetische Qualität des jeweiligen Gebäudes und verbessert die Transparenz des Energie­einsatzes in öffentlichen Bauten. Er wurde im Rahmen eines Pilotprojekts der Deutschen Energie-Agentur erstellt, in das rund 40 öffentliche Gebäude im gesamten Bundesgebiet einbezogen waren, davon zwei Gebäude in Berlin.

Die "Silberlaube" liegt beim Heizwärmeverbrauch mit einem Verbrauchswert von 101 Kilowattstunden pro Quadratmeter um gut 30 Prozent besser als vergleichbare Gebäude. Insgesamt hat die Freie Universität durch die Einsparaktivitäten in den Jahren 2002 bis 2005 eine Verbrauchssenkung von über 20 Millionen Kilowatt Strom und Wärme erzielt. Das entspricht einer Kostensenkung von 1,2 Millionen Euro jährlich.





11.4. und 12.6.2006

Die Philologische Bibliothek und der Botanische Garten sind "Orte des Tages" im Rahmen der Initiative "Deutschland – Land der Ideen".

Im Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen" wurden aus über 1000 Bewerbungen auch zwei Einrichtungen der Freien Universität ausgewählt, die sich und ihre Ideen an je einem Tag des Jahres 2006 präsentieren. Die Philologische Bibliothek und der Botanische Garten/das Botanische Museum richten am 11.4., bzw. am 12.6. als "Ort des Tages" zahlreiche Veranstaltungen aus.

Die Initiative "Deutschland – Land der Ideen" wurde anlässlich der Fußball-Weltmeis­terschaft 2006 ins Leben gerufen. Sie wird von der Bundesregierung, der Wirtschaft, dem Goethe-Institut und Nachrichtenmedien unterstützt. Ihr Schirmherr ist Bundes­präsident Horst Köhler, auf den auch das Motto der Initiative zurückgeht.

Logo: Deutschland – Land der Ideen




27.4.2006

Eröffnung des ersten deutschen Konfuzius-Instituts an der FU

Das Konfuzius-Institut fördert die Kenntnis chinesischer Kultur und die chinesisch-deutsche Zusammenarbeit. Das Angebot umfasst Sprachkurse zum modernen Hochchinesisch, sowie Lehrerfortbildungen. Darüber hinaus werden Kurse angeboten, die Reisen nach China vorbereiten. Dabei steht besonders die wirtschaftliche Zusam­menarbeit im Mittelpunkt. Neben Sprachkenntnissen werden die Landesgeschichte und interkulturelle Kommunikation vermittelt. Auch Seminare zu speziellen Themen wie zu den kulturellen Grundlagen der traditionellen chinesischen Medizin sowie Wochenendworkshops für chinesische Kalligraphie, Malerei u.ä. werden angeboten.

Die Gründung des Instituts ist aus der bereits seit 1981 bestehenden Kooperation zwischen der Freien Universität und der Peking-Universität hervorgegangen. Siehe dazu auch den Eintrag von 1981.

Logo des Konfuzius-Instituts




24.7.2006

Die Freie Universität erhält den Marcel-Grossmann-Preis.

Die Auszeichnung wird der FU im Rahmen der 11. internationalen Marcel-Grossmann-Konferenz über die Allgemeine Relativitätstheorie verliehen. Die nach einem Studien­freund Albert Einsteins benannte Tagung findet alle drei Jahre und 2006 erstmals in Berlin statt. Gewürdigt werden die Errungenschaften der FU bei der Verbreitung frei­heitlichen Denkens und Lehrens in einer demokratischen Gesellschaft.

Zur Marcel-Grossmann-Konferenz vom 23. bis 29. Juli sind 1000 Experten aus 80 Län­dern eingeladen worden. Bedeutende Physiker referieren über Fortschritte in der All­gemeinen Relativitätstheorie und Astrophysik. Berichtet wird unter anderem über den Aufbau eines Experiments, mit dem eine bisher noch nicht verifizierte Voraussage der Einstein'schen Theorie überprüft wird.





Sommer 2006

Gründung der "Berlin Mathematical School"

Die Berlin Mathematical School, kurz BMS genannt, ist eine gemeinsame Einrichtung von FU, Humboldt- und Technischer Universität, die im Exzellenzwettbewerb 2006 erfolgreich war. Sie wendet sich an mathematische Talente aus dem In- und Ausland.

Für die "Phase I" werden Vorlesungen in englischer Sprache angeboten. Die Dozenten der BMS kümmern sich als Betreuer und Mentoren individuell um die BMS-Studieren­den, um ihnen die beste Wahl aus dem umfangreichen Berliner Mathematik-Angebot zu ermöglichen. In wenigen Semestern sollen die Studierenden so auf ein "Qualifying Exam" vorbereitet werden, das den Einstieg in die "Phase II", die Promotionsphase, bildet.

Logo der Berlin Mathematical School




September 2006

Zwei Master-Studiengänge der FU unter den Top 10 der internationalen Master-Programme

Als bundesweit einzige Hochschule ist die FU mit zwei Studiengängen in der Liste der zehn besten internationalen Master-Programme vertreten, die der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) erstellt haben. Die Auszeichnung mit dem "Qualitätslabel für die zehn besten Interna­tionalen Master-Studiengänge an deutschen Hochschulen" erhalten die Studiengänge "East European Studies Online" am Osteuropa-Institut sowie "Internationale Beziehun­gen" am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft.





25./26.09.2006

Gedenktafeln und ein Stolperstein für Verfolgte des NS-Regimes

In Anwesenheit von Irene Scherk, der Enkelin des Unternehmensgründers, ehrt die Freie Universität mit der Enthüllung zweier Gedenktafeln am Institut für Pharmazie in der Kelchstraße 31 die von den Nationalsozialisten enteignete Unternehmerfamilie Scherk. Der Pharmazie- und Kosmetikunternehmer Ludwig Scherk (1880-1946) ließ das Gebäude 1926 nach den Plänen des Hamburger Architekten Fritz Höger als Parfümeriefabrik errichten. Das NS-Regime übereignete 1938 die Fabrik dem Schering-Konzern. Das im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstörte Gebäude wurde 1950 vom Sohn des Firmengründers Fritz Scherk als Unternehmenssitz wieder aufgebaut. Seit 1972 nutzt die FU das denkmalgeschützte Gebäude, das der Berliner Senat von Fritz Scherk erworben hatte.

Vor der FU-Villa in der Koserstraße 21 verlegt am 25. September der Kölner Bildhauer Gunter Demnig zum Gedenken an die 1943 nach Ravensbrück deportierte Fanny (Franziska) Thoman einen Stolperstein. Die vormalige Besitzerin Fanny Thoman wurde am 8. Februar 1945 im Konzentrationslager Ravensbrück mit 450 überwiegend älteren Frauen vergast. In der seit 1969 von der Freien Universität genutzten Villa befinden sich heute der Forschungsverbund SED-Staat der FU und die Arbeitsstelle Politik und Technik des Otto-Suhr-Instituts.

Foto: Das Scherkhaus in Mariendorf
Scherkhaus, Kelchstraße 31

Foto: Stolperstein für Fanny Thoman
Stolperstein für Fanny Thoman




Oktober 2006

Einrichtung des "Frankreich-Zentrums" an der FU

Das Frankreich-Zentrum, das 1998 an der Technischen Universität Berlin gegründet wurde, wird nun dem Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften der FU zugeordnet. Es stellt ein wichtiges Forum für Diskussionen über französische Kunst, Kultur und Gesellschaft in Berlin dar und bereichert durch Tagungen, Workshops, Abend- und Gastvorträge das öffentliche Leben der deutschen Hauptstadt. Zu den zentralen Aufgaben der Institution gehört darüber hinaus die Anregung und Begleitung von Forschungsvorhaben, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie die Entwicklung und Pflege deutsch-französischer Wissenschaftsbeziehungen.





13.10.2006

Erste Endausscheidung im Exzellenzwettbewerb

Zwei Graduiertenschulen der Freien Universität werden bewilligt. Der Antrag des John-F.-Kennedy-Instituts für eine "Graduate School of North American Studies" sowie der gemeinsame Antrag der drei Berliner Universitäten für eine "Berlin Mathematical School" werden gefördert. Das FU-Vorhaben "International Network University" erhält eine sehr positive Beurteilung und wird weiter im Wettbewerb bleiben.





3.11.2006

Eröffnung des Zentrums für Lehrerbildung

Am Zentrum für Lehrerbildung (ZfL) wird die Lehramtsausbildung an der Universität über alle lehrerbildenden Fachbereiche hinweg gebündelt. Das ZfL ist am Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie angesiedelt und mit den an der Lehrer­bil­dung beteiligten Fächern vernetzt. Anlass für die Gründung ist die Vorgabe der Kultus­ministerkonferenz, die Lehrerbildung bis zum Jahr 2013 zu reformieren und dadurch mittelfristig den Unterricht an deutschen Schulen zu verbessern.

Das ZfL bietet zahlreiche Aktivitäten für Schüler, Lehramtsstudierende und Lehrer, u. a. die Veranstaltung "Einen Tag auf Lehramt studieren". Für Schüler mit Migrationshinter­grund gibt es zusätzlich das Projekt "MigraMENTOR – Mehr Migranten werden Lehrer" (vgl. den Eintrag zu September 2010).

Im Juni 2016 wird das Zentrum für Lehrerbildung durch die Dahlem School of Education abgelöst (siehe den Eintrag zum 7.6.2016).

Logo des ZfL




3.11.2006

Die Freie Universität wird mit dem "Architekturpreis Berlin 2006" für den Neubau der Philologischen Bibliothek und die Sanierung der "Rostlaube" ausgezeichnet.

Der Architekturpreis wird dem britischen Architekturbüro "Foster and Partners" und dem Land Berlin als Bauherrn für den Neubau der Philologischen Bibliothek, sowie den Umbau und die Sanierung der "Rostlaube" verliehen. Die international besetzte Jury wählte das Projekt aus 100 eingereichten Vorhaben aus. Ausgelobt wird die Ehrung alle drei Jahre vom Verein "Architekturpreis Berlin" und dem Berliner Landesverband des Bundes Deutscher Architekten.

Im Jahr 2007 erhält die Philologische Bibliothek eine der "Auszeichnungen zum Deutschen Architekturpreis 2007". Der Deutsche Architekturpreis gilt als der renom­mierteste Preis seiner Art. Er wird seit 1971 alle zwei Jahre von der E.ON Ruhrgas AG unter der Schirmherrschaft der Bundesarchitektenkammer ausgelobt. Der Preis zeich­net wegweisende Bauten aus, die für die Gestaltung der Umwelt und die Verwendung umweltschonender Energie beispielhaft sind.

Zur Philologischen Bibliothek vgl. den Eintrag zum 14.9.2005 und zur "Rostlaube" vgl. den Eintrag zum 13.2.1973.





7.11.2006

Eröffnungsfeier anlässlich der Gründung des "Zentrums für Regionalstudien" an der FU

Das Zentrum für Regionalstudien (Center for Area Studies) bündelt die an der Freien Universität in unterschiedlichen Forschungsverbünden aktive geistes- und sozial­wissenschaftliche Regionalkompetenz. Nordamerika, Lateinamerika, Osteuropa, Ostasien und der Vordere Orient sind traditionelle Forschungs- und Lehrschwerpunkte der Freien Universität. Die FU baut mit der Gründung des Zentrums ihr Profil als Zentrum interdisziplinär vernetzter Regionalforschung aus.





16.11.2006

Feierliche Eröffnung der "Berlin Media Professional School" der FU

Die "Berlin Media Professional School" (BMPS) bündelt als fächer­übergreifend arbei­tende Einrichtung die medien- und kommunikationswissenschaftlichen Lehr- und Forschungsangebote der verschiedenen Disziplinen an der FU mit dem Ziel, sich zu einem unabhängigen, interdisziplinär arbeitenden Kompetenzzentrum am Medien­standort Berlin zu etablieren.

Die Einbindung in das universitäre Umfeld ist dabei von ebenso zentraler Bedeutung wie die institutionelle Vernetzung mit der Medienpraxis. Die BMPS ist am Institut für Kultur- und Medienmanagement (Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaf­ten) angesiedelt.





4.12.2006

Die FU ermöglicht einen elektronischen Zugang zum "Visual History Archive" der Shoah Foundation.

Als erste Hochschule außerhalb der Vereinigten Staaten bietet die Freie Universität einen elektronischen Zugang zum Archiv des "Shoah Foundation Institute for Visual History and Education" der University of Southern California (USC). Zugriff auf dieses Archiv haben Studierende, Lehrende und Forschende der Freien Universität.

Das "Visual History Archive" beinhaltet etwa 52 000 auf Video dokumentierte Inter­views mit Überlebenden und Zeugen des Holocaust in 32 Sprachen und aus 56 Län­dern. Dieses weltweit größte historische Video-Archiv entstand durch eine Initiative des Regisseurs Steven Spielberg. Während der Dreharbeiten zu dem Film "Schindlers Liste" im polnischen Krakau äußerten zahlreiche Überlebende des Holocaust den Wunsch, vor der Kamera über ihre Erinnerungen zu berichten. 1994 rief Spielberg ein Projekt und eine gemeinnützige Organisation zur Dokumentation von Zeitzeugen­berichten des Holocaust ins Leben.

Aufgrund der großen Nachfrage nach einer schulgerechten Aufbereitung des Archivs entwickelt die FU seit August 2008 spezielle Angebote für Lehrer und Schüler:
- Für die Nutzung des Video-Archivs wird ein eigener Seminarraum mit 16 Computer­arbeitsplätzen für Klassengrößen von bis zu 30 Schülern eingerichtet. Die Schüler können künftig im digitalen Archiv in Gruppen oder Projekten gemeinsam arbeiten und den Interviews persönliche digitale Notizzettel hinzufügen.
- In Zusammenarbeit mit den Fachdidaktiken der Freien Universität und dem Landes­institut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) entwickelt ein Projektteam Unterrichtsmaterialien und -szenarien sowie eine Lernsoftware.

Logo der Shoah Foundation Institute for Visual History and Education



2007

12.1.2007

Erfolg der Freien Universität bei der zweiten Staffel des Exzellenzwettbewerbs

Das Gutachtergremium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Wis­senschaftsrates hat die FU aufgefordert, in allen drei Förderlinien – Graduiertenschu­len, Exzellenzcluster und Zukunftskonzept – Vollanträge zu erarbeiten. Mit Anträgen für zwei Graduiertenschulen, drei Exzellenzcluster und dem Zukunftskonzept "Inter­national Network University" geht die FU in die letzte Runde des Wettbewerbs.
An der zweiten Runde des Exzellenz-Wettbewerbs der Hochschulen nehmen insge­samt acht Universitäten teil: Aachen, Bochum, Göttingen, Freiburg, Heidelberg, Kons­tanz sowie FU und HU Berlin.

Siehe auch die Einträge zum 20.1.2006, 13.10.2006 und 19.10.2007





7.2.2007

Die Juristin Seyran Ateş erhält den Margherita-von-Brentano-Preis der FU.

Die Rechtsanwältin Seyran Ateş studierte an der FU Rechtswissenschaft und legte 1997 das zweite Staatsexamen ab. Ihr Studium finanzierte sie vor allem durch die Mitarbeit an einem Frauenprojekt für Migrantinnen, die häuslicher Gewalt ausgesetzt waren. 1984 wurde sie Opfer eines von Mitgliedern der Grauen Wölfe verübten Atten­tats, das sie schwer verletzt überlebte. Erst sechs Jahre später konnte sie ihr Studium wiederaufnehmen.

Als Anwältin und Strafverteidigerin hat sie sich auf Familien- und Strafrecht speziali­siert und vertritt vor allem Frauen aus muslimischen Ländern. Seyran Ateş tritt beruf­lich und persönlich für das Recht auf Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit ein. Sie kämpft gegen Kopftuchzwang, häusliche Gewalt, Zwangsehen und Ehren­morde. In jüngerer Zeit ist sie erneut Opfer von Gewaltandrohungen geworden. Der Druck wurde im Sommer 2006 so groß, dass sie sich entschloss, ihre Zulassung als Anwältin zurückzuziehen und ihre Kanzlei zu schließen. Dieser Schritt löste eine bundesweite öffentliche Debatte aus und führte zu vielen Solidaritätsbekundungen.

Zum Margherita-von-Brentano-Preis vgl. den Eintrag zu 1995.





16.4.2007

Feierliche Wiedereröffnung des renovierten Henry-Ford-Baus

Mit einem Tag der offenen Tür feiert die FU die Wiedereröffnung des Henry-Ford-Baus. Nach knapp zweijähriger Pause wird mit dem Beginn des Sommersemesters der Vorlesungsbetrieb in dem Gebäudekomplex, in dem sich das Auditorium maximum, Hörsäle, Konferenzräume und der Versammlungsraum des Akademischen Senats befinden, wieder aufgenommen. Durch umfangreiche Sanierungs- und Umbaumaß­nahmen wurde das Gebäude gemäß dem Entwurf der Architekten Gustav Müller und Franz Heinrich Sobotka in seinem ursprünglichen Zustand wiederhergestellt.

In dem Galeriesaal im ersten Stock des Henry-Ford-Baus wird die Dauerausstellung "Zukunft von Anfang an" eröffnet. Der Raum trägt fortan den Namen "Otto-H.-Hess-Saal". Zu Otto Hess siehe den Eintrag zum 16.4.1948.

Zur Einweihung des Henry-Ford-Baus siehe den Eintrag zum 19.6.1954.

Zur Daueraustellung siehe auch den Eintrag zum 16.10.2004.

Foto: Henry-Ford-Bau nach der Renovierung
Renovierter Henry-Ford-Bau




4.5.2007

Orhan Pamuk erhält vom Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften die Ehrendoktorwürde.

In einem Festakt erhält der türkische Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger des Jahres 2006, Orhan Pamuk, die Ehrendoktorwürde der Freien Universität. Mit der Auszeichnung ehrt der Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften den 54-Jährigen als Ausnahmeerscheinung der Weltliteratur.

Im Rahmen der öffentlichen Veranstaltung spricht der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit ein Grußwort. Der Schauspieler Ulrich Noethen liest aus Pamuks autobio­graphischem Erinnerungsbuch "Istanbul".

Foto: Orhan Pamuk mit Peter-André Alt und Klaus Hempfer
Klaus Hempfer, Orhan Pamuk und Peter-André Alt




14.5.2007

Die FU erhält das Grundzertifikat zum "audit familiengerechte Hochschule".

Die FU erwartet durch die Teilnahme am "audit familiengerechte Hochschule" einen Ausbau ihrer familienfreundlichen Personalpolitik. Derzeit sind 53 Prozent der Beschäf­tigten und 60 Prozent der Studierenden Frauen. Als Ergebnis des audit sollen sich die Chancen und Erfolge für Studierende und den wissenschaftlichen Nachwuchs mit Familienaufgaben weiter erhöhen. Auch im Bereich von Lehre und Forschung sollen die Rahmenbedingungen für die Bewältigung erhöhter Leistungsanforderungen und familiärer Verpflichtungen verbessert werden.

Im Jahr 2010 erhält die FU zum zweiten Mal, im Jahr 2014 zum dritten Mal das Zertifi­kat einer "familiengerechten Hochschule."

Logo audit familiengerechte Hochschule




16.5.2007

Kim Dae-jung erhält den Freiheitspreis der Freien Universität.

Der ehemalige Staatspräsident der Republik Korea, Kim Dae-Jung, erhält den erstmals verliehenen den Freiheitspreis der Freien Universität.

Mit dem Freiheitspreis werden Persönlichkeiten der Weltgesellschaft geehrt, die durch ihr Engagement zur Verwirklichung des Freiheitsgedanken beigetragen haben.

Zu Kim Dae-jung vgl. auch den Eintrag zum 9.3.2000.

Logo des Freiheitspreises der FU




13.7.2007

Eröffnung der Dahlem Research School (DRS)

Die Dahlem Research School ist eine universitätsweite Plattform für Promotionsstu­dienangebote und ermöglicht die gemeinsame Förderung von Studiengängen aus Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften unter einem Dach. Die Studierenden werden in allen Phasen ihrer Promotion intensiv betreut und auf den Einstieg in die Berufstätigkeit vorbereitet. Jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus aller Welt soll eine optimale Umgebung für die Verwirklichung ihres Promotionsvor­habens geboten werden.

An der Veranstaltung im Henry-Ford-Bau nahmen die Berliner Senatoren für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie für Finanzen, Jürgen Zöllner und Thilo Sarrazin, teil. Den Festvortrag hielt Richard Ernst, Nobelpreisträger für Chemie.





6.9.2007

Feierlicher Festakt an der FU anlässlich der Schenkung der Skulptur "Perspektiven"

Auf dem Campus wird in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste die Bronzeskulptur "Perspektiven" des Berliner Bildhauers Volker Bartsch enthüllt. Sie ist eine Schenkung des Bankhauses Sal. Oppenheim jr. & Cie. Die Freie Universität widmet das Kunst­werk jenen Studenten, die in den frühen fünfziger Jahren wegen ihres Einsatzes für die akademische und politische Freiheit in der Sowjetunion ermordet wurden.

Am Festakt nehmen Angehörige der zwischen 1950 und 1953 hingerichteten Studen­ten der FU und der Deutschen Hochschule für Politik teil. Im Auditorium maxi­mum sprechen u. a. Matthias Graf von Krockow im Namen des Stifters Sal. Oppen­heim, FU-Präsident Dieter Lenzen, der Staatsminister und Beauftragte der Bundes­regierung für Kultur und Medien Bernd Neumann und der Präsident des Abgeordneten­hauses Berlin Walter Momper. Die Schauspielerin Anna Thalbach liest aus den Erinnerungen von Brita Püschel an ihren in Moskau erschossenen Bruder Peter.

Siehe auch den Eintrag zum 6.8.1951.

Foto: Brita Püschel und Lutz Utecht im Gespräch
Brita Püschel und Lutz Utecht




Oktober 2007

Eröffnung des Familienbüros an der Freien Universität

Das Familienbüro informiert und berät Studierende und Mitarbeiter/innen bei allen Fragen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das Büro arbeitet zudem an der Planung und Umsetzung von strukturellen Verbesserungen. Hierzu gehören z. B. der Ausbau der Kinderbetreuung, die Erleichterung der Studienorganisation mit Kind, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses mit familiären Verpflichtungen oder die Unterstützung von Beschäftigten und Studierenden, die Angehörige pflegen.

Die Freie Universität wird 2007 als familienfreundliche Hochschule zertifiziert. Im Mai 2011 wird sie als Arbeitgeberin für die gute Vereinbarkeit von Beruf und Fami­lienleben ausgezeichnet. Sie zählt damit zu den bundesweit nur 1000 Unternehmen, Institutionen und Hochschulen, die erfolgreich von der berufundfamilie GmbH geprüft wurden.

Logo des Familienbüros




10.10.2007

Kooperationsprojekt "Lebensgeschichten von NS-Zwangsarbeitern" unterzeichnet

Aus rund 2000 Audio- und Videobändern mit Zeitzeugen-Interviews entsteht in Berlin ein neues digitales Archiv. Unter dem Titel "Erinnerungen an Zwangsarbeit / Memories of Forced Labour" werden rund 600 Lebensgeschichten von Opfern des National­sozia­lismus aus 27 Ländern über eine Internetplattform zugänglich gemacht.

Das Projekt wird in Kooperation mit der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft", dem Deutschen Historischen Museum, der CeDiS an der FU und dem Arbeitsbereich für die Geschichte Ostmitteleuropas des Osteuropa-Instituts ver­wirklicht. Am 22.1.2009 wird das Online-Archiv der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Registrieren können sich Studierende, Forschende und Lehrende.

Seit März 2011 ist das Zeitzeugenarchiv mit der Online-Datenbank "Informationsportal Zwangsarbeit im NS-Staat" des Bundesarchivs vernetzt. Durch eine Meta-Suche ist es möglich, direkt auf die Bestände beider Archive zuzugreifen.

Schriftzug: Zwangsarbeit, 1939-1945, Erinnerungen und Geschichte




19.10.2007

Auszeichnungen für die FU in der Exzellenzinitiative

Die Freie Universität Berlin wird in der zweiten Staffel der Exzellenzinitiative des Bun­des und der Länder ausgezeichnet und gehört damit zu den neun Elite-Universitäten der Bundesrepublik. Die Endauswahl trafen eine gemeinsame Kommission der DFG und des Wissenschaftsrats sowie Politiker aus Bund und Ländern. Die Exzellenzini­tiative soll die Spitzenforschung fördern und die Qualität des Hochschul- und Wissen­schaftsstandortes Deutschland in der Breite verbessern. Für die Förderung der neun ausgewählten Universitäten stehen bis 2011 insgesamt 1,9 Milliarden Euro zur Ver­fügung. 75 Prozent davon übernimmt der Bund und 25 Prozent die Länder. Das Geld wird für drei Förderrichtlinien eingesetzt: Für Graduiertenschulen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie für Spitzenforschungszentren (Exzellenz­cluster) und Zukunftskonzepte für Elite-Universitäten.

Bewilligt wurden folgende FU-Projekte:

Zukunftskonzept:

  • International Network University

Exzellenzcluster:

  • Topoi – The Formation and Transformation of Space and Knowledge in Ancient Civilizations (ein gemeinsamer Antrag mit der Humboldt-Universität zu Berlin)
  • Languages of Emotion
  • Die Charité als gemeinsame medizinische Fakultät von Freier Universität und Humboldt-Universität war erfolgreich mit dem Cluster NeuroCure – Towards a Better Outcome of Neurological Disorders.
  • Das von der TU Berlin unter Beteiligung der FU entwickelte Vorhaben – Unifying Concepts in Catalysis – wird ebenfalls in die Förderung aufgenommen.

Graduiertenschulen:

  • Friedrich Schlegel Graduate School of Literary Studies
  • Muslim Cultures and Societies: Unity and Diversity
  • Berlin-Brandenburg School for Regenerative Therapies (an der Charité)




28.10.2007

Sehr gute Umfrageergebnisse für die geisteswissenschaftlichen Bibliotheken der FU

Die geisteswissenschaftlichen Bibliotheken der FU schneiden im "Indikator im Blick­punkt: Bibliotheken" des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) hervorragend ab. Die FU wurde in der Mehrzahl der bei Studierenden abgefragten Kategorien zur Spitzengruppe gezählt, unter anderem bei dem Bestand der Bücher und Zeitschriften, der Möglichkeit der Literaturrecherche und der Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen.




2008

8.1.2008

Feierliche Eröffnung des Dahlem Humanities Center

Das von der FU in Kooperation mit der französischen Botschaft betriebene Dahlem Humanities Center (DHC) wird vor rund 700 geladenen Gästen eröffnet. Den Fest­vortrag hält der französische Philosoph André Glucksmann zum Thema "1968-2008". An der Eröffnung nehmen auch die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan, und der Berliner Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Jürgen Zöllner, teil.

Das DHC bietet einen interdisziplinären Forschungsrahmen für geisteswissenschaft­liche Disziplinen. Das DHC soll durch Veranstaltungsreihen die Internationalität der FU stärken. Durch Fellowships werden Wissenschaftler aus dem nicht-deutschsprachigen Ausland gefördert, die an der FU forschen und der Öffentlichkeit ihre Ergebnisse präsentieren. Einwöchige Think Tanks, zu denen Wissenschaftler aus aller Welt eingeladen werden, sollen neue Perspektiven geisteswissenschaftlicher Forschung thematisieren.





12.2.2008

Die FU wird als familienfreundliche Hochschule ausgezeichnet.

Die Robert-Bosch-Stiftung, das Bundesverkehrsministerium und das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) zeichnen die FU gemeinsam mit sieben anderen Einrichtungen im Wettbewerb "Familie in der Hochschule" aus. Die FU erhält in den nächsten zwei Jahren 100 000 Euro, um ihre Angebote für Studierende, Beschäftigte und Lehrende mit Kindern zu verbessern. Die Wettbewerbsgewinner werden in einem "Best-Practice-Club" zusammenarbeiten, um ihre Konzepte weiterzuentwickeln und der Öffentlichkeit vorzustellen.

Die Freie Universität war mit einem Projekt zur Entwicklung interaktiver Praktikums­plätze erfolgreich, durch das Studentinnen während Schwangerschaft und Babybe­treuung in den Naturwissenschaften Praktika absolvieren können. Gefördert wird auch das Projekt "Dahlemer Kinderparadies", durch das studierende und an der FU beschäf­tigte Eltern die Möglichkeit einer Kurzzeitbetreuung für Kinder erhalten.

Seit Oktober 2007 unterhält die FU ein "Familienbüro", vgl. den Eintrag zum Oktober 2007.

Siehe auch die Einträge zum Sommersemester 1992 und zum 14.5.2007.

Logo Familie in der Hochschule




8.4.2008

Einrichtung der "Digitalen Bibliothek"

Mit der Digitalen Bibliothek bietet die Universitätsbibliothek der FU ein Portal für Recherchen in lizenzierten digitalen Datenbanken an. Das Angebot wird darüber hinaus durch geprüfte freie Ressourcen ergänzt.

Die Digitale Bibliothek beinhaltet circa 800 Datenbanken (Stand: 02/2008) für Lite­raturnachweise, aber auch Volltextdatenbanken wie z. B. Lexika oder E-Bücher und 23 000 elektronische Zeitschriften (13 300 davon lizenziert für Angehörige der Freien Universität Berlin, Stand: 02/2008). Von der Universitätsbibliothek vordefinierte fach­liche Quicksets mit mehreren relevanten Datenbanken, lassen sich dort bequem und schnell gleichzeitig durchsuchen (Metasuche). Die digitalen (Fach-)Bibliographien und Volltextarchive in der Digitalen Bibliothek eignen sich besonders zum Auffinden von Aufsätzen.

Zugang auf lizenzierte E-Ressourcen besteht nur für Rechner im FU-Campusnetz. FU-Angehörige können sich mit einer entstprechenden Zugangsberechtigung allerdings auch von außerhalb in das Campusnetz einwählen. Die Digitale Bibliothek der FU erlaubt außerdem das Speichern von Ergebnissen, Suchanfragen oder Listen von E-Zeitschriften.





21.5.2008

Auf dem Gebäude des Fachbereichs Physik wird eine der größten Dach-Solaranlagen Berlins in Betrieb genommen.

Die Solaranlage hat eine Fläche von 5 000 Quadratmetern und ist so leistungsstark wie die Anlage auf dem Bundeskanzleramt. Das Dach liefert pro Jahr rund 145 000 Kilowattstunden Strom, das entspricht dem Jahresbedarf von 40 Familien. Der Ausstoß an umweltschädlichem Kohlendioxid wird pro Jahr um rund 130 Tonnen gesenkt.

Der Verbrauch von Energie und Wärme an der Freien Universität lag 2007 bei vergleich­bar großer Nutzfläche um 27 Millionen Kilowattstunden niedriger als im Durchschnitt der Jahre 2000 und 2001. Das entspricht einer Senkung von 18,4 Prozent und einer jährlichen Entlastung des Haushalts um 1,9 Millionen Euro. Die Einsparung ist auf technisch-bauliche Energieeffizienzprogramme und ein Prämiensystem zurückzu­führen, das Fachbereichen, die den Energieverbrauch in ihren Gebäuden senken, zugute kommt.

Zu den Energiesparmaßnahmen der FU siehe auch den Eintrag zum März 2006.

Luftaufnahme des Fachbereichs Physik und Umgebung
Luftaufnahme des Physikgebäudes




November 2008

Neues Online-Magazin der FU: campus.leben

Das Online-Magazin campus.leben informiert mit Berichten, Hintergrundinformationen, Portraits und Alltagsgeschichten über das universitäre Leben an der FU. Fast täglich erscheinen Artikel in den Rubriken Campus, Forschen, Lernen & Lehren und Vorge­stellt. Weitere Publikationen der FU-Pressestelle sind: die sechs Mal jährlich erschei­nende Tagespiegelbeilage, das Wissenschaftsmagazin fundiert, das Alumni-Magazin WIR und das Gründungsmagazin profund.

Logo von campus.leben




13.11.2008

Der Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften ehrt den niederlän­dischen Autor Cees Nooteboom mit der Verleihung der Ehrendoktorwürde.

In Cees Nootebooms erzählerischem, dichterischem und essayistischem Werk spie­geln sich literarische und philosophische Diskurse auf hohem Reflektionsniveau. Tief verwurzelt in der niederländischen Tradition, erweist sich Nooteboom als ein europäi­scher Autor, der zur Verständigung der Kulturen beiträgt. In Deutschland waren beson­ders die Novelle "Het volgende verhaal" (1991; deutsch 1991: Die folgende Geschichte) und der Roman "Paradijs verloren" (2004; deutsch 2005: Paradies verloren) erfolgreich.

Die FU ehrt mit Cees Nooteboom einen bedeutenden Vertreter der Weltliteratur und zugleich einen Autor, der durch seine Arbeiten auf besondere Weise mit der Stadt Berlin und ihrer bewegten Geschichte verbunden ist. In seinen "Berlijnse notities" (1990; deutsch 1991: Berliner Notizen), die in den Jahren 1989 und 1990 entstanden, beschreibt er den Fall der Berliner Mauer und die damit verbundenen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen aus der Perspektive eines ausländischen Augen­zeugen.

Foto von Cees Nooteboom
Cees Nooteboom




28.11.2008

Beginn der Veranstaltungsreihe "Uni im Gespräch" der Zentraleinrichtung Studienberatung und Psychologische Beratung

Die Studienberatung der Freien Universität bietet die Veranstaltungsreihe "Uni im Gespräch" für Schüler, Eltern und Lehrer an. Sie erhalten die Gelegenheit, sich rund um den Studieneinstieg und das Studium an der Freien Universität umfassend zu informieren. Auswahlverfahren, Bewerbungsmodalitäten, Entscheidungs- und Orien­tierungshilfen oder Methodisches Arbeiten sind nur einige der Themen, die von erfah­renen Studienberatern und Psychologen der Freien Universität vorgestellt werden. Im StudienInfo-Talk berichten Studierende einzelner Studiengänge aus ihrem Studien­alltag.

Die Veranstaltungsreihe beginnt jedes Jahr im November und findet wöchentlich bis zum Juli des folgenden Jahres statt.





Dezember 2008

Erscheinung der ersten Augabe des studentischen Campusmagazins FURIOS

An der FU erscheint die erste Ausgabe des studentischen Campusmagazins FURIOS. Engagierte Studierende sammeln in der FURIOS-Redaktion Praxiserfahrung auf den Gebieten Pressefotografie, Design, Illustration und Verwaltung eines Internetauftritts. Das unabhängige und kostenlose Magazin erscheint einmal pro Semester und deckt die Ressorts Campus, Politik, Kultur und Wissenschaft ab. Die Zeitschrift finanziert sich seit 2011 vollständig durch Anzeigen. Die Ausgaben werden in den Mensen der FU sowie den U-Bahnstationen Thielplatz und Dahlem-Dorf verteilt.

Logo von FURIOS




4.12.2008

Verleihung des Freiheitspreises an Wladyslaw Bartoszewski

Anlässlich ihres 60. Gründungstages ehrt die FU Wladyslaw Bartoszewski durch die Verleihung des Freiheitspreises. Die Laudatio hält der Historiker Paul Nolte.

Aus der Dankesrede von Bartoszewski:
"Polen und Deutschland können gemeinsam an der Verwirklichung des euro­päischen Traumes teilnehmen. Des Traumes von Demokratie und Freiheit. Wenn meine eigenen Bemühungen zur Verwirklichung dieses Traumes auch nur ein wenig beigetragen haben, dann akzeptiere ich heute mit Dankbarkeit den Freiheitspreis der Freien Universität Berlin."

Foto von Wladyslaw Bartoszewski und Dieter Lenzen
Wladyslaw Bartoszewski und Dieter Lenzen



2009

Die FU kooperiert mit 'Berlin braucht dich'.

Die FU-Berlin ist nicht nur in Forschung und Lehre für mehr als 30 000 Studierende tätig. Sie bietet jährlich für rund 40 Auszubildende elf verschiedene Ausbildungsberufe im dualen System an. Seit 2009 kooperiert die FU mit der Initiative 'Berlin braucht dich'. Die Initiative spricht besonders Jugendliche mit Migrationshintergrund (auch ohne Deutschen Pass) an, um eine Berufsausbildung beim Öffentlichen Dienst zu beginnen.

Logo von 'Berlin braucht dich'




1.5.2009

Das Seminaris-Campushotel wird eröffnet.

Das Tagungszentrum auf dem Campus der Freien Universität besteht aus einem Hotel sowie Veranstaltungs- und Seminarräumen. Betreiberin ist die Seminaris-Gruppe, zu der bundesweit acht Tagungszentren gehören. Zur Eröffnung präsentiert das Seminaris Campushotel Berlin in seinem zentralen Freiluftbereich die Ausstellung "Dahlem – Schmiede der Nobelpreisträger". Unter dem Motto "Dahlems helle Köpfe" werden herausragende Wissenschaftler vorgestellt, die an Dahlemer Instituten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft geforscht haben.

Das Tagungszentrum in Form eines Kubus, der sogenannte "Konferenzwürfel" (the Dahlem Cube), enthält unter anderem einen Plenarsaal, in dem bis zu 700 Personen Platz finden. Das Hotel verfügt über 372 Betten.

Architekt des Gebäudekomplexes ist Helmut Jahn, auf dessen Entwurf unter anderem das Sony-Center am Potsdamer Platz zurückgeht.

Foto des Campushotels
Das Campushotel




23.6.2009

Auszeichnung für das Umweltmanagement der Freien Universität

Experten des Technischen Überwachungsvereins (TÜV) Rheinland hoben in einem Gutachten hervor, die Freie Universität habe ihren Energieverbrauch seit nunmehr acht Jahren immer weiter gesenkt und richte ihre Bauvorhaben konsequent an Kriterien der Energieeffizienz und des Klimaschutzes aus. Sie verlängerten deshalb die Zertifi­zierung nach der international gültigen Norm ISO 14001. Die Freie Universität gehört bereits seit 2005 zu den wenigen Hochschulen in Deutschland, die ihr Umwelt­management jährlich von externen Gutachtern prüfen lassen.

In den Jahren 2003, 2008 und 2015 erhält die Freie Universität den Klimaschutz-Preis für die umweltfreundlichste öffentliche Einrichtung (vgl. den Eintrag zum 19.6.2003).

2014 senkt die FU zum zwölften Mal seit 2001 ihren jährlichen Energieverbrauch. Sie verbraucht rund 38 Millionen Kilowattstunden oder 24 Prozent weniger Strom und Wär­me als 2001.





9.7.2009

Einweihung eines Solardachs für die Geisteswissenschaften

Die von der studentischen Initiative Unisolar initiierte und finanzierte Solaranlage wird auf dem Dach des Gebäudekomplexes für die Geisteswissenschaften in der Habel­schwerdter Allee 45 betrieben. Die auf einer Dachfläche von 2 500 Quadratmetern installierte Photovoltaikanlage liefert eine Leistung von knapp 100 Kilowatt und zählt damit zu den größten Solaranlagen in Berlin. Finanziert wurde das neue Solardach zu einem großen Teil durch Spenden von 80 Studierenden und Mitarbeitern der Freien Universität sowie durch Privatpersonen.

Es handelt sich nach der Anlage auf dem Gebäude des Fachbereichs Physik um die zweite große Solaranlage der Freien Universität Berlin (vgl. den Eintrag zum 21.5.2008).

Foto: Solarmodule auf der Silberlaube
Solarmodule auf der Silber­laube




17.7.2009

Desmond Tutu erhält den Freiheitspreis der Freien Universität.

Aus der Laudatio von Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung:
"Erzbischof Desmond Tutu zeichnet eine unerschütterliche Festigkeit seines Glaubens aus, dass Gott die Welt verwandeln kann, wo wir es kaum noch zu hoffen wagen – durch die Bereitschaft von Menschen zur Vergebung und Versöhnung."

Foto von Desmond Tutu
Desmond Tutu




16.9.2009

Die Arbeitsgruppe "Künstliche Intelligenz" präsentiert ein neues Informations­system für blinde und sehbehinderte Menschen.

"InformA" ("information appliance") ist ein kleiner Computer, der per Funk mit dem Internet verbunden ist. Das Gerät wird wie ein Radio bedient, der Benutzer kann zwischen verschiedenen Informationskanälen wählen. Auf Tastendruck wird die Uhrzeit oder der Wetterbericht angesagt, es stehen aber auch aktuelle Tageszeitungen als Audio-Dateien zur Verfügung. Darüber hinaus können E-Mails mit dem Gerät gelesen werden. Möchte der Nutzer auf die elektronische Post antworten, kann er seine Mittei­lung diktieren. Mit einer integrierten Kamera können zudem gedruckte Dokumente wie Briefe oder Beipackzettel vollautomatisch vorgelesen werden.

Die am Institut für Informatik angesiedelte Arbeitsgruppe Künstliche Intelligenz hat unter anderem einen Fußballroboter entwickelt, mit dem die Freie Universität zweimal Welt- und fünfmal Europameister wurde.





21.–26.9.2009

Das Institut für Kultur- und Medienmanagement (IKM) der Freien Universität organisiert ein Kunstvermittlungsfestival für Kinder.

Kinder zwischen acht und vierzehn Jahren aus Berlin und Brandenburg können an Füh­rungen durch Berliner Künstlerateliers, Galerien, Kunstmessen und Museen teilneh­men. Gemeinsam mit Künstlern, Kunsthändlern und Kuratoren begeben sie sich auf Entdeckungsreise. Künstler präsentieren ihre eigenen Werke, in einem Auktionshaus wird erklärt, wie Kunst unter den Hammer kommt, und Kunsthändler in verschiedenen Häusern zeigen, wie man mit Kunstwerken Geschäfte macht. Angeboten werden ins­gesamt 16 Kunsttouren.

Das IKM beschäftigt sich fachbereichsübergreifend mit anwendungsorientierten Frage­stellungen der Schwerpunktbereiche Medienforschung/Medienpraxis und Kulturvermitt­lung. Im Wintersemester 2004/05 wechselte das IKM von der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" (HfM) an die Freie Universität.





Oktober 2009

Forschungsforum Öffentliche Sicherheit an der Freien Universität eingerichtet

Das Forschungsforum Öffentliche Sicherheit (FOES) soll Forschungsarbeiten verschie­dener Disziplinen und Einrichtungen zum Thema "Öffentliche Sicherheit" zusammen­führen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung für 3 Jahre finanziert. Es kooperiert mit dem Zukunftsforum Öffentliche Sicherheit, einer informel­len, überfraktionellen Initiative im Deutschen Bundestag.





November 2009

Start des Grundschulprojekts "Hand-in-Hand/Nightingale Berlin"

Das Modellprojekt "Hand-in-Hand/Nightingale Berlin" ist eine Kooperation der Senats­verwaltung für Stadtentwicklung mit der Freien Universität: Studierende begleiten Grundschulkinder aus Kreuzberg während eines Schuljahres als Mentoren.

Die Tandems aus Studierenden und Schülern schreiben über ihre Erfahrungen ein gemeinsames Tagebuch. Studierende knüpfen Kontakte zu Kindern und Familien, die ihre Wurzeln in anderen Kulturen und Ländern haben. Sie unternehmen mit den Kin­dern soziale und kulturelle Aktivitäten: z. B. Ausflüge ans Wasser, der Besuch von Museen oder Kino, gemeinsames Kochen und Essen Sie lernen so, Unternehmungen über einen längeren Zeitraum zu planen, durchzuführen, zu dokumentieren und eine Beziehung zu jüngeren Menschen zu gestalten. Umgekehrt lernen die Kinder nicht nur ihre Stadt besser kennen, sondern auch andere Lebensentwürfe und verbessern ihre Sprachkenntnisse.

Das Projekt nach schwedischem Vorbild ist an den Lernbereich Grundschulpädago­gik/Ar­beitsbereich Deutsch angebunden. Der Name "Nightingale" bezieht sich auf den sprichwörtlich schönen Gesang der Vögel, der erklingt, wenn sie sich sicher fühlen.

Logo des Nightingale-Projekts




1.12.2009

Die Freie Universität eröffnet ein Verbindungsbüro in Brüssel.

Als erste deutsche Hochschule richtet die Freie Universität ein Büro in Brüssel ein. Es ist nach New York, Moskau, Peking und Neu-Delhi ihr fünftes Verbindungsbüro. Die Ein­richtungen sind Teil des Zukunftskonzepts "Internationale Netzwerkuniversität", für das die Freie Universität im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Län­der ausgezeichnet wurde. Zu den Aufgaben des Brüsseler Büros zählt es, Wissen­schaftler der Freien Universität beim Einwerben von Forschungsmitteln europäischer Institu­tio­nen und bei länderübergreifenden Kooperationsvorhaben zu unterstützen.

Im Jahre 2010 eröffnet die FU zwei weitere Verbindungsbüros: im April in Kairo und im Oktober in São Paulo.





10.12.2009

Herta Müller, ehemalige Gastprofessorin der Freien Universität, erhält den Nobelpreis für Literatur.

Die Schriftstellerin Herta Müller lehrte im Sommersemester 2005 als erste Heiner-Müller-Professorin an der Freien Universität.

Peter André Alt, Professor für Neuere deutsche Literatur und Direktor der Dahlem Research School an der Freien Universität, betonte zur Verleihung des Nobelpreises an die ehemalige Gastprofessorin:
"Herta Müller ist eine Schriftstellerin, die ihre Sprachmächtigkeit aus dem Misstrauen in die Sprache bezieht; aus dem Unbehagen gegenüber dem stilistisch Vertrauten, scheinbar Selbstverständlichen; aus dem Versuch, die Sprache an die Grenze ihrer höchstmöglichen Genauigkeit, Präsenz und Ausdruckskraft zu führen."

Die Heiner-Müller-Gastprofessur für deutschsprachige Poetik ist eine Einrichtung des Peter-Szondi-Instituts für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft. Zwei weitere gesponserte Gastprofessuren werden an Schriftsteller und Übersetzer verge­ben, die für je ein Semester am Institut lehren.

2016 wurde die Gastprofessur umbenannt in "Gastprofessur für deutschsprachige Poetik der Stiftung Preussische Seehandlung an der Freien Universität Berlin".

Foto von Herta Müller
Herta Müller



2010

"Sustain it!" – Nachhaltigkeit an der FU wird organisiert.

"Sustain it!" ist eine interdisziplinäre Initiative, die sich unter Beteiligung der Studieren­den für eine nachhaltige Entwicklung in allen Bereichen der Universität einsetzt. Die Initiative wird 2010 gegründet, um durch Informationsveranstaltungen (zum Beispiel Summerschools, Aktionstage usw.) die Aufmerksamkeit auf das Thema Nachhaltigkeit zu lenken. Neben der öffentlichen Aufklärung versucht die Organisation konkrete und einfache Lösungsansätze zu präsentieren und anzuwenden.

"Sustain it!" wird vom Forschungszentrum für Umweltpolitik (FFU) und der Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie der FU koordiniert. 2015 erhält "Sustain it!", auf der siebten ISCN-Konferenz, für seine Initiative "Nachhaltigkeit in einer vernetzten Welt", den "Excellence in Student Leadership Award".

Logo von Sustain it




Januar 2010

Der Funpreneur-Wettbewerb der FU wird im Jahr 2010 von der Initiative "Deutschland – Land der Ideen" ausgezeichnet.

Studierende können beim Funpreneur-Wettbewerb unternehmerisches Handeln testen. Mit zeitlicher Befristung können sie in kleinen Teams, ausgestattet mit einem gerin­gem Startkapital versuchen, eine Idee auf dem Markt zu platzieren. In einer kurzen Theoriephase werden ihnen Themen vermittelt, die grundsätzlich für die Führung eines Unternehmens von Bedeutung sind. Die Geschäftsideen werden dann in Workshops entwickelt und die Teams zur Erprobung des Konzepts am Markt zusammengestellt. Dabei werden sie durch Paten aus dem Wirtschaftsleben unterstützt.

Logo Funpreneur




11.1.2010

Wiedereröffnung der Mensa I mit ausschließlich vegetarischem Angebot

Die Mensa "Veggie N° 1 – die Grüne Mensa" in der Van't Hoff-Straße 6 bietet vege­tarische Gerichte. Auf dem Speiseplan stehen zum Beispiel Karotten-Ingwer-Suppe, Staudensellerie mit Kichererbsen, Kohlrabi-Bratling mit Kräutersauce oder Semmel­knödeln mit Pilz-Apfelragout, die von der Vielfalt vegetarischer Ernährung zeugen. Die Mensanutzer können auf diese Weise ihre eigene Klimabilanz verbessern und lernen, wie man auch ohne Fleisch ausgewogen essen kann.

Das Studentenwerk Berlin bietet in der Mensa auch Speisen in Bio-Qualität an. Die Mensen des Studentenwerks sind bereits seit 2004 mit dem Bio-Siegel nach EG-Ver­ordnung zertifiziert. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung umgebaut.





3.3.2010

Gründung der geowissenschaftlichen Internetplattform Geo.X

An der Internetplattform Geo.X beteiligen sich die Freie Universität, die Humboldt-Universität, die Technische Universität, das Museum für Naturkunde Berlin, die Uni­versität Potsdam und das Helmholtz Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungs­Zentrum GFZ.

Vorrangiges Ziel von Geo.X ist die Zusammenführung der geowissenschaftlichen Kom­petenz in der Region Berlin-Brandenburg. Mehr als 1600 Menschen beschäftigen sich in den beteiligten Einrichtungen mit Geothemen, an den Universitäten studieren derzeit rund 3000 angehende Geowissenschaftlerinnen und -wissenschaftler.

Der Name Geo.X steht aber auch für den Brückenschlag von den Geowissenschaften zu weiteren Natur- und Ingenieurwissenschaften, sowie zu geistes- und gesellschafts­wissenschaftlichen Fachdisziplinen. Disziplinübergreifend sollen geowissenschaftliche Themen erforscht werden, die für die Zukunft der Gesellschaft von erheblicher Bedeu­tung sind.

Logo von Geo.X




11.3.2010

Mohamed Nasheed, Präsident der Republik Malediven, besucht die FU.

In seinem Vortrag "The Maldives: Leading the fight against climate change" setzte sich Nasheed für das Ziel einer ausgeglichenen CO2-Bilanz ein und appellierte an die Euro­päische Union, sich dem anzuschließen.

"Wir haben keine Zeit mehr: Es geht um unsere Existenz", sagte der Regierungschef des am niedrigsten gelegenen Staates der Welt. Hunderttausende Malediver bräuchten eine neue Heimat, wenn der Anstieg des Meeresspiegels die Inseln des Archipels im Indischen Ozean unbewohnbar mache.

Mohamed Nasheed ist der erste demokratisch gewählte Präsident der Malediven. Er hatte im Oktober 2009 durch den auf dem Meeresboden verabschiedeten Aufruf seines Kabinetts zur Reduzierung des klimaschädlichen Kohlendioxidausstoßes auf die Situation des Inselstaates aufmerksam gemacht.

Foto von Mohamed Nasheed
Mohamed Nasheed




21.4.2010

Online-Datenbank zum Verbleib "entarteter Kunst"

Die Dokumentation der Forschungsstelle "Entartete Kunst" umfasst mehr als 21 000 Datensätze zu Gemälden, Plastiken und Druckgraphiken, die 1937 von den National­sozialisten als "entartet" verfemt und beschlagnahmt wurden. Betroffen waren etwa 1400 Künstler.

Die Forschungsstelle "Entartete Kunst" wurde Ende 2002 am Kunsthistorischen Ins­titut der Freien Universität eingerichtet. Forschungsschwerpunkte sind die Methoden nationalsozialistischer Kunstpolitik, insbesondere die Beschlagnahme moderner Kunstwerke in deutschen Museen und Recherchen zu den antimodernen Propaganda­ausstellungen nach 1933 und zu der Wanderausstellung "Entartete Kunst" 1937-1941.





12.5.2010

Der Literaturwissenschaftler Peter-André Alt wird zum neuen Präsidenten der FU gewählt.

Zu Alts wichtigsten Zielen gehören unter anderem die Förderung des wissenschaft­lichen Nachwuchses und der Ausbau des Dahlemer Forschungscampus zu einem international wettbewerbsfähigen Wissenschaftsstandort. Außerdem möchte er die Qualität des akademischen Unterrichts durch neu zu schaffende Professuren ver­bessern und damit die Lehre als zentrales Qualifizierungselement aufwerten. Bildungs- und Chancengleichheit soll durch den Verzicht auf Studiengebühren gewährleistet bleiben.

Am 30.4.2014 wird Peter-André Alt für eine zweite Amtszeit wiedergewählt.

Foto von Peter-André Alt
Peter-André Alt




16.5.2010

Wissenschaftsjahr 2010

Im Jahr 2010 feiern fünf der ältesten Wissenschaftseinrichtungen Berlins Jubiläen. Die Charité, die Staatsbibliothek, die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissen­schaften, die Humboldt- (Friedrich-Wilhelms)-Universität, das Museum für Naturkunde und der Botanische Garten. Verbunden mit diesen Jubiläen wird auch an die im Januar 1911 erfolgte Gründung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (heute Max-Planck-Gesellschaft) mit ihren Forschungseinrichtungen in Berlin Dahlem erinnert. Unter dem Motto "Berlin – Hauptstadt für die Wissenschaft" finden deswegen das ganze Jahr über zahlreiche Veranstaltungen statt, die Berlin als Wissenschaftsstandort in Ver­gangenheit, Gegenwart und Zukunft präsentieren sowie über die Aufgaben, Verant­wor­tung und Bedeutung von Wissenschaft und Forschung in der heutigen Welt infor­mieren.

Die Freie Universität veranstaltet gemeinsam mit wissenschaftlichen Institutionen aus dem Berliner Südwesten und in Kooperation mit dem Bezirk Steglitz-Zehlendorf zwi­schen dem 16.5. und dem 5.6. ein dreiwöchiges Publikumsprogramm.

In der zweiten Hälfte des Wissenschaftsjahres beteiligt sich die Freie Universität an der Ausstellung WeltWissen, die vom 24.9.2010 bis zum 9.1.2011 im Martin-Gropius-Bau stattfindet.

Foto: Roboterfußball
Roboterfußballspiel




Juni 2010

Qualitätspakt für die Lehre

Bund und Länder verabschieden mit dem "Qualitätspakt für die Lehre" ein Programm zur Verbesserung der Lehre an deutschen Hochschulen. Es sollen ca. zwei Milliarden Euro investiert werden, von denen die Freie Universität für ihr SUPPORT-Projekt ca. 11 Millionen Euro einwirbt.

Die Fördergelder sollen von Mitte 2012 bis Ende 2016 in drei große Teilprojekte fließen:

  1. Die Unterstützung der Studierenden innerhalb des SUPPORT-Projekts (siehe den Eintrag zum Wintersemester 2012/13). Das Projekt soll Studierenden bei der Bewältigung von drei kritischen Schwellen helfen: der Studienfachwahl, der Studieneingangsphase, dem Übergang in den Beruf bzw. in ein Masterstudium.
  2. Das LEON-Projekt zur Entwicklung digitaler Lehr- und Lernumgebungen sowie E-Learning 2.0 (siehe den Eintrag zu Januar 2002).
  3. Die Qualifizierung für die Lehre, das heißt die professionelle Begleitung und Qualifizierung von Lehrenden (siehe den Eintrag zum Frühjahr 2013).

Ende 2015 qualifiziert sich die FU erfolgreich für die zweite Förderphase (2017-2020).

SUPPORT-Logo




Juli 2010

Die Zentraleinrichtung Studienberatung und Psychologische Beratung richtet das Projekt "FUSS – FU-Studierende an die Schulen" ein.

FUSS will einen den intensiveren Austausch zwischen Studierenden und Schülerinnen und Schülern ermöglichen. Das Projekt bietet Informationsveranstaltungen über Stu­dienbedingungen und -inhalte an. Außerdem werden für Schülergruppen Führungen durch die Freie Universität durchgeführt.





6. und 16.7.2010

Verlegung zweier Stolpersteine vor FU-Gebäuden

Der Stolperstein der Hittorfstraße 16 erinnert an den Kleiderfabrikanten Bernhard Einzig. In den zwanziger und dreißiger Jahren wohnte Bernhard Einzig in der Villa, in der heute die Dahlem Research School der Freien Universität untergebracht ist. Er war tschechischer Herkunft und nahm als österreichisch-ungarischer Kavallerieoffizier am Ersten Weltkrieg teil.

Mit seiner Frau versteckte er sich Anfang der vierziger Jahre vor dem Zugriff der Natio­nalsozialisten. Er wurde 1942 beim Versuch festgenommen, in die Schweiz zu fliehen. Seine Frau Eugenie und eine Freundin der Familie konnten entkommen. Bernhard Einzig wurde im Dezember 1943 im Alter von 69 Jahren im Konzentrationslager The­resienstadt ermordet.

In der Rheinbabenallee 49 wird mit der Verlegung eines Stolpersteins des Erbauers und ehemaligen Eigentümers der Villa gedacht, des Textilkaufmanns Emil Milch. Er wurde kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges in das Konzentrationslager Sachsen­hausen verschleppt und dort am 20. März 1945 ermordet. Die Villa wurde in den sieb­ziger Jahren von der Freien Universität erworben. Sie ist Sitz des Frankreich- und des Italienzentrums der Universität.

Vgl. auch den Eintrag zum 25./26.09.2006.

Foto: Stolperstein für Bernhard Einzig
Stolperstein für Bernhard Einzig

Foto: Stolperstein für Emil Milch
Stolperstein für Emil Milch




September 2010

Die FU übernimmt die Trägerschaft für MigraMENTOR, das Berliner Netzwerk für Lehrkräfte mit Migrationshintergrund.

Das Netzwerk "MigraMENTOR" wurde ins Leben gerufen, um mehr junge Menschen mit Migrationshintergrund für den Lehrerberuf zu gewinnen. Initiiert wurde das Projekt von Berliner Lehrkräften, Lehramtsstudierenden sowie Lehramtsanwärtern aus Einwan­dererfamilien. Es wird unterstützt von der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wis­senschaft und Forschung. Träger ist die Freie Universität, an deren Zentrum für Lehrer­bildung das Netzwerk koordiniert wird. Partner sind die Humboldt-Universität, die Hertie-Stiftung und die ZEIT-Stiftung.

Das Netzwerk ist außerdem Projektträger für den Berliner Schülercampus "Mehr Migranten werden Lehrer", der im Juni 2011 zum ersten Mal stattfindet.

Der bundesweite Schülercampus "Mehr Migranten werden Lehrer" ist "Ausgewählter Ort 2011" im Land der Ideen. Siehe auch den Eintrag zum 11.4. und 12.6.2006.





September 2010

Auszeichnung für das Klimaschutz-Engagement der FU

Die Freie Universität ist im Zukunftswettbewerb des Energie-Konzerns GASAG für ihr Klimaschutz-Engagement ausgezeichnet worden. Sie wurde für ihr Prämiensystem zum sparsamen Umgang mit Energie mit dem ersten Platz in der Kategorie "Archi­tektur und Klima" geehrt.

Das Prämiensystem wurde 2007 eingeführt. Seither erhalten die Fachbereiche der Universität 50 Prozent der von ihnen eingesparten Energiekosten erstattet. Die Jury bezeichnete die FU als Vorreiterin, weil sich das Modell besonders gut auf andere Organisationen übertragen lasse.

Zum Umwelt-Engagement der FU siehe auch im Register unter dem Stichwort "Energieverbrauch".





29.9.2010

Eröffnung des Dahlem Centre of Plant Sciences

Ziel des Dahlem Centre of Plant Sciences (DCPS) ist es, Wissenschaftler der pflan­zenbiologischen Bereiche Molekularbiologie, Genetik, Biochemie, Pflanzenphysio­logie, Ökologie und Systematik zusammenzubringen und gemeinsame Forschungs­projekte anzuregen.

Das DCPS hat Ende 2009 seine Arbeit aufgenommen und vereint 250 Wissenschaftler und Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen der Pflanzenforschung der Freien Uni­versität. Bis 2012 fördert es interdisziplinäre Projekte in drei Teilbereichen: "Diversität und Funktion", "Pflanze und Umwelt" sowie "Angewandte Pflanzenwissenschaften". Im Forschungsfeld "Pflanze und Umwelt" beschäftigen sich Ökologen, Molekularbiologen und Entwicklungsbiologen etwa mit der Frage, wie das Wurzelwerk von Pflanzen das Leben unter der Erde beeinflusst. In dieser breiten Ausrichtung und aufbauend auf den umfangreichen Sammlungen des Botanischen Gartens und Botanischen Museums, nimmt das DCPS in Deutschland eine einmalige Position ein.

Logo des Dahlem Centre of Plant Sciences




27.10.2010

Der Otto-Hahn-Bau der Freien Universität wird in Hahn-Meitner-Bau umbenannt.

Die Umbenennung findet im Rahmen eines Festakts zu Ehren der Pionierin der Radio­aktivitätsforschung Lise Meitner statt.

Die Physikerin Lise Meitner wurde 1878 in Wien geboren. 1907 kam sie nach Berlin, um bei Max Planck ihre Forschung zur Radioaktivität fortzusetzen. Hier begann auch die Zusammenarbeit mit Otto Hahn. Von 1912 an war Meitner – zunächst noch ohne ein festes Anstellungsverhältnis – Max Plancks Mitarbeiterin am neu gegründeten Institut für Chemie der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft in Dahlem. Ab 1918 leitete sie dort die physikalisch-radioaktive Abteilung, von 1928 bis 1933 war sie auch Professorin der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität.

1938 emigrierte Lise Meitner über Holland nach Schweden, da sie nach dem An­schluss Österreichs an Deutschland im März 1938 als Jüdin in besonderer Weise gefährdet war. Für die Entdeckung der Kernspaltung erhielt Otto Hahn 1944 den Nobelpreis für Chemie. Lise Meitner, die als erste die Bedeutung des Experiments erkannt hatte, blieb die öffentliche Anerkennung trotz ihres entschei­denden wissen­schaftlichen Beitrags lange versagt. Die Freie Universität verlieh ihr 1956 in einem akademischen Festakt die Ehrendoktorwürde.

Vgl. die Einträge zum 17.12.1956 und zu 1984.

Foto: Hahn-Meitner-Bau
Hahn-Meitner-Bau




November 2010

Universitätsbibliothek eröffnet das Bibliotheksportal "Primo".

Die neue deutsch- und englischsprachige Internetplattform Primo erschließt 3 500 000 Medien aus dem Bestand der FU: Bücher, Zeitschriften, CDs/DVDs, E-Bücher und lizenzierte Online-Zeitschriften mit Volltexten.

Im "FU-KatalogPlus" sind etwa 20 Millionen bibliographische Titelnachweise zu Zeitschriftenaufsätzen aller Fächer geladen. In "Primo Central" sind zusätzlich mehr als 200 Millionen elektronisch verfügbare Fachpublikationen von externen Anbietern enthalten, die der Nutzer überwiegend auch als Volltexte abrufen kann.

Foto: Bücher in den Regenbogenfarben
Bibliotheksportal "Primo"




15.11.2010

Mary Robinson erhält den Freiheitspreis der Freien Universität.

Mit ihrem Einsatz für Freiheit und Gerechtigkeit gehört die frühere UN-Hochkommis­sa­rin für Menschenrechte und ehemalige irische Staatspräsidentin Mary Robinson zu den herausragenden Persönlichkeiten im Ringen um die Durchsetzung und Einhaltung humanitärer Grundsätze im Zeitalter der Globalisierung.

Aus der Laudatio der früheren Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts, Jutta Limbach:
"Mary Robinson ist eine Frau, die sich die Menschenrechte auf das Panier ge­schrieben hat. Nicht etwa, indem sie der Allgemeinen Erklärung der Men­schen­rechte Lippendienste zollt. Vielmehr ist sie eine derjenigen, die begrif­fen haben, dass Menschenrechte nicht gottgegeben sind, wie noch die Anti­gone des Sophokles glaubte. Sie weiß, dass es sich um politische Errungen­schaften handelt, die in Auseinandersetzungen mit staatlichen und kirchlichen Mächten erkämpft wurden und stets von Neuem erkämpft werden müssen."

Foto: Mary Robinson
Mary Robinson im Auditorium maximum der FU



2011

Strategische Partnerschaft zwischen Freier Universität und Hebrew University of Jerusalem

Grundlage der Strategischen Partnerschaft (Primary Partnership) ist die seit 1986 gepflegte Zusammenarbeit der FU mit der Hebrew University of Jerusalem. Das An­knüpfen an bereits bestehende gemeinsame Projekte wird allen weiteren Strategi­schen Partnerschaften als Modell dienen.

2014 richten beide Universitäten den "Seed Funding Call" in Höhe von jährlich 50 000 Euro ein. Er übernimmt die Anschubfinanzierung gemeinsamer Projekte.

Im Frühjahr 2014 wird die Strategische Partnerschaft um die Joint-PostDoc-Fellow­ships ergänzt. Das postdoktorale Förderverfahren besteht aus einem Stipendium für Wissenschaftler beider Universitäten. Durch einen gegenseitigen Auslandsaufenthalt von jeweils 12 Monaten sollen Synergien zwischen den Universitäten geschaffen werden.

Ebenfalls 2011 wird der Kooperationsvertrag mit der Peking University erneuert und zu einer Strategischen Partnerschaft ausgeweitet. Das Gleiche geschieht 2012 mit der Saint Petersburg State University.

Siehe weitere Einträge zu den Strategischen Partnerschaften der FU.

Logo der Hebrew University of Jerusalem




April 2011

Studentenwerk bietet Klimaessen an.

Das Studentenwerk führt mit dem Klimaessen in allen großen Mensen ein neues Angebot ein. Gegenüber vegetarischen und veganen Gerichten werden für das Klima­essen noch strengere Kriterien angelegt. Auf tierische Bestandteile wird ebenso ver­zichtet wie auf vorgefertigte Produkte (Tiefkühlprodukte, Trockenprodukte, Konserven) und Zutaten aus nicht nachhaltiger Produktion. Außerdem werden hauptsächlich frische, lokale und saisonale Nahrungsmittel benutzt. Im Jahr 2011 werden 180 000 der durch dem "Klimabaum" gekenn­zeichneten Klimaessen ausgegeben, 2013 bereits 371 000.

Siehe auch den Eintrag zum 11.1.2010.

Logo Klimabaum: gezeichneter Baum auf rundem blauen Hintergrund




7.4.2011

Das "Internationale Begegnungszentrum der Wissenschaft" wird saniert.

Das von der Freien Universität und der Max-Planck-Gesellschaft getragene "Interna­tionale Begegnungszentrum der Wissenschaft Berlin" (IBZ) gehört mit 78 Wohnun­gen zu den größten Deutschlands. Es liegt am Rüdesheimer Platz im Bezirk Char­lot­tenburg-Wilmersdorf (Wiesbadener Straße 18) und wurde 1983 nach Plänen des Archi­tekten Otto Steidle errichtet. Die Gästewohnungen stehen Wissenschaftlern aus dem Ausland zur Verfügung und können für Zeiträume zwischen einem Monat und zwei Jahren bezogen werden.

Die Internationalen Begegnungszentren sind seit den 1950er Jahren ein am Wissen­schaftsstandort Deutschland einzigartiges Erfolgsprojekt. An nahezu allen Hochschul­standorten sind Begegnungszentren gegründet worden, um der zunehmenden Zahl ausländischer Gastwissenschaftler ein angenehmes Zuhause zu bieten. Zum Angebot vieler IBZ gehören Vorträge, Diskussionsreihen, Konzertabende, Sportveranstaltungen und Feste; einigen Häusern sind Kindergärten angegliedert.





9.5.2011

Ehrung für den Bürgerrechtler Jürgen Fuchs

Am 9. Mai wird der Platz an der Königin-Luise Luise-Straße Ecke Arnimallee nach dem Bürgerrechtler Jürgen Fuchs (1950–1999) benannt.

Der Schriftsteller Jürgen Fuchs entwickelte sich Anfang der siebziger Jahre vom SED-Mitglied zum Regimekritiker. Nach der Ausbürgerung Wolf Biermanns wurde er wegen seiner öffentlichen Kritik an dieser Maßnahme inhaftiert. Neun Monate später erfolgte nach unzähligen quälenden Vernehmungen seine Zwangsausbürgerung. Nach seiner Ankunft in West-Berlin engagierte sich Jürgen Fuchs gemeinsam mit anderen Intellektuellen, Studierenden und Beschäftigten der FU und TU für politisch Verfolgte in der DDR und anderen Ostblockstaaten. Das Ministerium für Staatssicherheit verfolgte Fuchs und seine Familie auch in West-Berlin.

Nach dem Sturz des SED-Regimes beteiligte sich Jürgen Fuchs an der historischen Aufklärung der Herrschafts- und Unterdrückungsmethoden im SED-Staat. Sein Rat begleitete über viele Jahre die Arbeit des Forschungsverbundes SED-Staat der Freien Universität, als Zeitzeuge berichtete er in Lehrveranstaltungen des Otto-Suhr-Instituts über seine Erfahrungen in der DDR aber auch über die Ablehnung, die ihm vor 1989 im Westen wegen seiner Kritik an den Verhältnissen in Osteuropa entgegenschlug.

Foto: Straßenschild Jürgen-Fuchs-Platz
Straßenschild am Jürgen-Fuchs-Platz




17.5.2011

Klimaschutzvereinbarung mit dem Land Berlin

Die Freie Universität verpflichtet sich in einer Klimaschutzvereinbarung mit dem Land Berlin zu weitreichenden neuen Klimaschutz-Maßnahmen. Die FU ist damit die erste Hochschule der Hauptstadt, die eine solche Vereinbarung abschließt. Sie sieht vor, dass die Universität bis 2015 ihren Energieverbrauch um weitere zwölf Millionen Kilo­wattstunden und damit um etwa zehn Prozent gegenüber dem Stand von 2010 senkt. Unterzeichnet wird die Vereinbarung vom Präsidenten und dem Kanzler der FU, Peter-André Alt und Peter Lange, und für das Land Berlin von der Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, Katrin Lompscher.

Zum Umwelt-Engagement der FU siehe im Register unter dem Stichwort "Energieverbrauch".





30.6.2011

Einführung der Online-Studienfachwahl-Assistenten

Die auf gemeinsame Initiative von LEON und SUPPORT entstandenen Online-Studienfachwahl-Assistenten sind webbasierte Plattformen. Die Studierenden finden dort gebündelt multimedial aufbereitete Informationen zum favorisierten Studienfach. So kann ein Studieninteressent bereits vor einer persönlichen Studienberatung die grundlegenden Spezifika und Berufsperspektiven eines Faches kennenlernen. Der erste Studienfachwahl-Assistent wird für den B.A. Publizistik und Kommunikations­wissenschaften erstellt.

Bild Studienfachwahlassistent




23.8.2011

Kooperationsvereinbarung der Freien Universität mit dem Dokumentations­zentrum "Topographie des Terrors"

Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung und der Einsatz eines gemeinsamen Bildungsangebots, das die Auseinandersetzung mit den Tätern um die Perspektive der Opfer erweitert. Im Mittelpunkt des Projektes "Stimmen der Opfer am Ort der Täter" stehen Zeitzeugen-Interviews mit Verfolgten des NS-Regimes.

Die Freie Universität stellt den Zugang zu drei bedeutenden digitalen Zeitzeugen-Archi­ven zum Nationalsozialismus bereit: zum "Visual History Archive des Shoah Founda­tion Institute der University of Southern California", zum Archiv "Refugee Voices" der Association of Jewish Refugees sowie zum Archiv "Zwangsarbeit 1939-1945", das am Center für Digitale Systeme der FU wissenschaftlich erschlossen wird.

Auf dem Gelände der "Topographie des Terrors" an der früheren Prinz-Albrecht-Straße (heute Niederkirchnerstraße) und der Wilhelmstraße befanden sich in der NS-Zeit die Zentralen der Geheimen Staatspolizei, der SS und des Reichssicherheitshauptamts. Die Dauerausstellung der "Topographie des Terrors" informiert seit 1987 über den nationalsozialistischen Verfolgungs- und Terrorapparat und seine Opfer.

Vgl. auch die Einträge zum 4.12.2006 und 10.10.2007





13.9.2011

Eröffnung des Forschungszentrums zur Erforschung der Geistesgeschichte in der islamischen Welt

Die neugegründete Einrichtung "Research Unit Intellectual History in the Islamicate World" untersucht die Geistesgeschichte in der Welt des Islam unter einer neuen Perspektive: Statt von einer der klassischen Disziplinen wie Islamwissenschaft, Judaistik oder Christlicher Orientalistik auszugehen, arbeitet das Forschungszentrum mit einem interdisziplinären Ansatz.

Siehe auch den Eintrag zum Wintersemester 1969/70.

Logo Research Unit Intellectual History of the Islamicate World




1.11.2011

Die Freie Universität wird Mitglied von "Scholars at Risk".

Als erste deutsche Hochschule wird die FU Mitglied des internationalen Netzwerks "Scholars at Risk" (SAR). SAR setzt sich für die akademische Freiheit und die Menschenrechte von Wissenschaftlern und wissenschaftlichen Institutionen in aller Welt ein. Unter anderem ermöglicht das Netzwerk Wissenschaftlern, die in ihrem Heimatland politisch verfolgt werden, Gastaufenthalte an einer der Mitgliedshoch­schulen.

Die erste Stipendiatin, die als bedrohte Wissenschaftlerin das Gastrecht an der Freien Universität genießen wird, ist die iranische Literaturwissenschaftlerin Neda Soltani. Sie musste ihre Heimat 2009 Hals über Kopf verlassen, weil sie im Zusammenhang mit den Protesten gegen das Ergebnis der Präsidentenwahl 2009 im Iran mit einer von Milizionären erschossenen Studentin ähnlichen Namens verwechselt wurde. Ihr For­schungsaufenthalt an der FU beginnt Anfang 2013.

Logo von Scholars at Risk




11.11.2011

Start des bundesweiten Antigewaltprogramms "fairplayer.manual"

Das Trainingsprogramm "fairplayer.manual" ermutigt Jugendliche, Verantwortung zu übernehmen und Schwächere zu unterstützen. Das seit 2008 im Unterricht an Schulen in Berlin und Bremen erfolgreich eingesetzte Programm wird nun bundesweit einge­führt.

Entwickelt und durchgeführt wird das Programm vom Arbeitsbereich Entwicklungs­wissen­schaft und Angewandte Entwicklungspsychologie an der FU, zusammen mit den Kooperationspartnern Deutsche Bahn AG und der Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention (DFK). Es ist Bestandteil der zahlreichen Maßnahmen des 2003 gegründeten Vereins "fairplayer".

Im Dezember 2011 wird das Programm mit dem "European Crime Prevention Award" ausgezeichnet. Der Preis wird jedes Jahr vom "Europäischen Netz für Kriminalprä­vention" (European Crime Prevention Network) verliehen.

fairplayer-Logo



2012

Juli 2012

Das Universitätsarchiv zieht auf den Campus Lankwitz.

Das Universitätsarchiv bewahrt an seinem Standort in Lankwitz rund 6500 laufende Regalmeter Archivgut auf. Diese umfangreiche Sammlung enthält Fotos, audiovisuelle Medien, Plakate, Karten, Pläne, Flugschriften und museale Objekte. Zusätzlich ermöglicht das Universitätsarchiv die Nutzung der Mikrofilmbestände und der Zeitungs­sammlung der Sozialwissenschaftlichen Bibliothek.

Durch die Übernahme des APO-Archivs (Archiv außerparlamentarische Opposition und soziale Bewegungen) im Jahr 2004 und der Zusammenführung der Standorte Rei­nickendorf (Umzug Ende 2009/Anfang 2010) und Dahlem (Umzug Juli 2012) im neuen Standort Lankwitz entsteht eines der größten Hochschularchive Deutschlands.

Vgl. den Eintrag zum 1.8.1970.





Wintersemester 2012/13

Beginn des FU-weiten Mentoring-Programms für Studienanfänger

Das Mentoring-Programm dient dazu Studierenden in der Eingangsphase Orientie­rungshilfen zu geben. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bis 2016 geförderte SUPPORT-Projekt nimmt im Wintersemester 2012/13 die Arbeit auf. Vorhe­rige Eigeninitiativen im Mentoring-Bereich werden zum größten Teil in das Pro­gramm integriert.

Engagierte Studierende aus höheren Semestern können sich im Mentoring-Programm weiterbilden und zu Mentoren qualifizieren. Mentoren treffen sich an mindestens fünf Terminen mit ca. 10 Studierenden (Mentees) aus ihrem Studienfach, um mit ihnen individuelle Lernstrategien und Organisationsplanungen für das Studium zu erarbeiten.

Mentoring-Logo




Dezember 2012

Das Berlin Consortium for German Studies zieht in die Thielallee 73.

Siehe auch den Eintrag von 1995.

Foto: Haus in der Thielallee 73
Thielallee 73



2013

Februar 2013

Die FU nimmt ihre beiden ersten Blockheizkraftwerke in Betrieb.

Die zwei Blockheizkraftwerke stehen in Düppel und Lankwitz. Durch die Inbetrieb­nahme dieser hocheffizienten Energieerzeugungsanlagen – die Strom und Wärme gleichzeitig produzieren – rechnet die FU mit Einsparungen von rund 23 Prozent Primärenergie und einer Reduktion des Kohlendioxidausstoßes von ca. 1300 Tonnen jährlich.





Frühjahr 2013

Beginn des ersten Grundlagenmoduls der Qualifizierung für die Lehre

Das Projekt "Qualifizierung für die Lehre" richtet sich im Rahmen des hochschul­didaktischen SUPPORT-Programms (siehe Eintrag zu Juni 2010) sowohl an Dozenten der Universität als auch an Lehrer und Lehrerinnen, die zu Mentoren für Lehramts­studierende ausgebildet werden.

Das drei bis fünfsemestrige modularisierte Programm besteht aus einem Grundlagen­seminar, einem Aufbauseminar und einem semesterbegleitenden Lehrprojekt. Die Teilnehmer erhalten ein hochschuldidaktisches Zertifikat.





23.10.2013

Daniel Barenboim erhält den Freiheitspreis der Freien Universität.

Der erfolgreiche Dirigent, Pianist und Weltbürger Daniel Barenboim erhält den Frei­heitspreis der Freien Universität für seine Bemühungen um den Friedensprozess im Nahen Osten.

Aus der Laudatio von Wolf Lepenies, dem ehemaligen Rektor des Wissenschafts­kollegs zu Berlin:
"Daniel Barenboim hat sich die ungeheure Freiheit genommen, sein künstle­risches Wirken von der politischen Wirklichkeit nicht einengen zu lassen und zu musizieren gegen den Status Quo."

Foto: Peter-André Alt und Daniel Barenboim
Daniel Barenboim mit FU-Präsident Peter-André Alt




November 2013

Die DFG fördert den Open-Access-Publikationsfond der FU.

Der 2012 an der FU eingerichtete Open-Access-Publikationsfonds ist an den Berliner Universitäten der erste, der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geför­dert wird. Die Förderung läuft zunächst bis 2014. Bereits 2006 hatte die Universitätslei­tung die "Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Science and Huma­nities" unterschrieben und sich damit für eine freie Zugänglichkeit wissenschaftlicher Veröffentlichungen ausgesprochen.

Open-Access-Programme erhöhen die Nutzbarkeit und Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse auch auf interdisziplinärer Ebene. Der Publikationsfonds soll durch die Übernahme von Autorengebühren die Etablierung von Open-Access-Angeboten fördern.

Das Center für Digitale Systeme (CeDiS) bietet Wissenschaftlerinnen und Wissen­schaftlern, kleinen Verlagen und Einrichtungen, die keinen eigenen Publikationsserver unterhalten können, professionelle Unterstützung durch Hosting und Support.

Open-Access-Logo



2014

28.2.2014

Das Institut für Medizingeschichte und Ethik der Medizin präsentiert sich auf dem Dahlemer Campus.

Das Institut zieht im Sommer 2013 in den von 1966 bis 1968 für das pharmakologische Praktikum errichteten Bau in der Thielallee 71. Nach dem Institut für Medizin­geschich­te in Leipzig ist es das zweitälteste seiner Art in Deutschland. Die Bibliothek der so­zialen Medizin (zuvor Thielallee 47) wird in die Institutsbibliothek integriert. Im Gegen­satz zum alten Standort, im Bettenhaus der Charité, kann nun der mehr als 120 000 Bücher umfassende Bibliotheksbestand weitgehend frei zugänglich gemacht werden.

Das Institut forscht auf dem Gebiet der Medizin- und Wissenschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Grundlegende Themenfelder sind die medizinische Praxis des Nationalsozialismus, Arzneimittel, Auswirkungen neuer Technologien, die Ge­chichte der Psychiatrie und die Organisation des Gesundheitswesens.

Siehe auch den Eintrag zum 6.11.1963.

Das Institut für Medizingeschichte und Ethik der Medizin in der Thielallee
Institut für Medizin­geschichte und Ethik der Medizin




17.-21.3.2014

SchülerUni Nachhaltigkeit + Klimaschutz findet zum 10. Mal statt.

Das Forschungszentrum für Umweltpolitik rief 2006 dieses Projekt ins Leben, das Schüler der Klassenstufen 5 und 6 mit Fragen der Nachhaltigkeit und des Klima­schutzes vertraut macht. FU-Einrichtungen wie die Mensa, der Botanische Garten, die Wetterstation sowie Hör- und Seminarsäle werden für eine Woche zu Mitmachlaboren und Kreativwerkstätten.

An dem zweimal jährlich stattfindenden kostenfreien Programm mit rund 70 Work­shops nehmen bis zu 2500 Schülerinnen und Schüler teil. Außerdem finden für rund 130 Lehrende halbtätige Fortbildungsveranstaltungen statt, damit sie Nachhaltigkeit und Klimaschutz effizienter in den eigenen Unterricht einbeziehen können.

Die SchülerUni wurde 2009 von der UNESCO ausgezeichnet.

Logo der SchülerUni Nachhaltigkeit + Klimaschutz




24.3.2014

Eröffnung des Zentrums für Infektionsmedizin

In dem Robert-von-Ostertag-Haus befinden sich die Institute für Virologie, Parasitologie und Tropenveterinärmedizin, Mikrobiologie und Tierseuchen, Immunologie und Moleku­larbiologie sowie Tier- und Umwelthygiene des Fachbereichs Veterinärmedizin. Bun­desweit handelt es sich um das einzige tierärztliche Zentrum für Infektionsmedizin, das so viele Institute unter einem Dach vereinigt. Das Gebäude wurde nach Entwürfen des Münchener Architektenbüros Henn errichtet.

Das Robert-von-Ostertag-Haus
Robert-von-Ostertag-Haus




2.5.2014

Strategische Partnerschaft zwischen Freier Universität und University of British Columbia

Der Aufbau von Strategischen Partnerschaften (Primary Partnerships) ist Teil des Internationalisierungskonzeptes der FU. Das Abkommen zwischen der Freien Uni­versität und der University of British Columbia ist die vierte Strategische Partnerschaft der FU. Bisher existieren derartige Partnerschaften mit der Hebrew University of Jerusalem (2011), der Peking-Universität (2011) und der Staatlichen Universität Sankt Petersburg (2012).

Neben der Forschungskooperation umfassen Strategische Partnerschaften auch ein Direktaustauschabkommen (seit 2012), die Zusammenarbeit in der Doktoranden­aus­bildung und die Entwicklung gemeinsamer Lehr- und Lernprogramme.

Siehe weitere Einträge zu den Strategischen Partnerschaften der FU.

Unterzeichnung des Abkommens mit der University of British Columbia
Unterzeichnung des Abkommens mit der UBC




5.6.2014

Eröffnung des Pferdezentrums in Bad Saarow

Das moderne Pferdezentrum im brandenburgischen Bad Saarow vereint Lehre, For­schung und Dienstleistung. Auf dem ca. 13 Hektar großen Gelände befinden sich neben einer EU-zertifizierten Besamungs- und Embryotransferstation, ein Teil der Pferdeklinik des Fachbereichs Veterinärmedizin. Im Oktober 2014 beginnt der erste Jahrgang des Bachelorstudiengangs Pferdewissenschaften. Die Lehrveranstaltungen finden weiterhin am Standort Düppel statt, die praktische Ausbildung im Pferdezen­trum Bad Saarow.

Luftaufnahme des Pferdezentrums Bad Saarow
Pferdezentrum Bad Saarow




6.6.2014

Eröffnung des Centrums Modernes Griechenland

Mit umfangreicher Unterstützung der "Stavros Niarchos Foundation" wird am Fachbe­reich Philosophie und Geisteswissenschaften das Centrum Modernes Griechenland CeMoG) eröffnet. Das Zentrum setzt sich für die Zusammenarbeit zwischen Deutsch­land und Griechenland in Forschung und Lehre ein. Das CeMoG soll an die tiefen Wurzeln deutsch-griechischer Beziehungen anknüpfen, u. a. an den gegenseitigen kulturellen Einfluss in Kunst und Literatur seit dem 18. Jahrhundert. Das Centrum soll außerdem den deutsch-griechischen Wissen- und Kulturtransfer im Rahmen der europäischen Integration stärken.

Logo des Centrums Modernes Griechenland




August 2014

Die FU bekommt den Nachhaltigkeitspreis für Chancengleichheit des Total-E-Quality-Vereins.

Der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützte Total-E-Quality-Verein verleiht den Nachhaltigkeitspreis für Chancengleichheit an die FU. Damit gehört die FU zu den Organisationen, die zum fünften Mal das Total-E-Quality-Prädikat erhalten haben. Der Verein würdigt mit dem Nachhaltigkeitspreis das langfristige Engagement für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Män­nern an der Freien Universität.

Im Jahr 2013 liegt der Anteil der Studentinnen an der FU bei 59% (Bund: 47,6%), die Zahl weiblicher Doktorandinnen erreicht 50% (Bund: 44,2%), und 37% (Bund: 21,3%) der Professuren sind mit Wissenschaftlerinnen besetzt.
(Die Angaben für den Bund stammen vom Bundesamt für Statistik, diejenigen für die FU von der FU-Statistik.)

Siehe auch den Eintrag zum 6.5.2002.





30.9.2014

Eröffnung des Studierenden-Service-Centers der FU in der Iltisstraße 4

Unter dem neuen Dach ziehen Mitarbeiter des Infoservice, der Allgemeinen Studien­beratung, der Psychologischen Beratung und des Referats für Internationale Studie­rendenmobilität zusammen. Die Bündelung vieler Servicebereiche an einem Standort erspart den Studierenden weite Wege, bietet verbesserte Informationsmöglichkeiten und trägt zum umweltschonenden Energiekonzept der Freien Universität bei. Das zwei- bis dreigeschossige Gebäude passt sich dank der Klinkerfassade in seine Umgebung ein. Das Gebäude ist barrierefrei. 920 Quadratmeter bieten genügend Nutzfläche für die Servicebereiche und einen Veranstaltungsraum. Die durch die Zu­sammenlegung freigewordenen Villen sollen verkauft werden. Der Erlös wird unter anderem zur Finanzierung des Neubaus genutzt.

Architektenentwurf des SSC
Modell des SSC




8.10.2014

Start der Enzyklopädie "1914-1918 Online"

100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges entsteht an der FU in Kooperation mit der Bayrischen Staatsbibliothek eine Online-Enzyklopädie. Die Plattform sammelt geprüfte Beiträge von mehr als 1000 Forschern aus über 50 Ländern und bietet einen systematischen Zugang zum Ersten Weltkrieg aus gesamteuropäischer und globaler Perspektive. Alle Beiträge sind in englischer Sprache verfasst und frei verfügbar (Open-Access).

"1914-1918-online" wird 2015 in die "Annual List of Best Historical Material" aufge­nom­men.

Logo der Enzyklopädie zum Ersten Weltkrieg




20.10.2014

Carla del Ponte erhält den Freiheitspreis der Freien Universität

Die schweizer Juristin Carla del Ponte erhält den Freiheitspreis der Freien Universität für ihren Kampf gegen Geldwäsche, Waffenhandel, Korruption und das organisierte Verbrechen.

Aus dem Schlusswort der Preisträgerin:
"Es ist noch ein sehr, sehr langer Weg im Kampf für Frieden und Freiheit zu gehen, damit aus dieser Welt eine bessere Welt wird."

Foto: Peter-André Alt, Carla del Ponte und Gesine Schwan
Carla del Ponte mit Peter-
André Alt und Gesine Schwan




29.10.2014

30 Jahre deutsch-französische Zusammenarbeit zwischen Otto-Suhr-Institut und Institut d'Études Politiques

Die 30-jährige Partnerschaft zwischen dem Otto-Suhr-Institut (OSI) und dem Institut d'Études Politiques (Sciences Po) wird mit Repräsentanten aus Politik, Wissenschaft, Alumni, Professoren und Studierenden beider Institute gefeiert.

Foto: Frédéric Mion und Alfred Grosser
Frédéric Mion und Alfred Grosser



2015

Das Familienbüro wird zum Dual Career & Family Service.

Der Dual Career & Family Service löst das seit 2007 bestehende Familienbüro ab und führt dessen Aufgaben weiter.

Siehe auch den Eintrag zu Oktober 2007.

Logo des Dual Career & Family Service





17.4.2015

25 Jahre "Galileo" an der Freien Universität Berlin

Das Restaurant Galileo befindet sich seit dem 17. April 1990 in der Silberlaube nahe der Hauptmensa. Auf 180 Sitzplätzen erhalten vornehmlich Studierende, Mitarbeiter und Anwohner italienische und internationale Speisen. Das Galileo stellt seine Räum­lichkeiten auch Einrichtungen der Freien Universität zur Bewirtung im Rahmen von Kongressen, Seminaren und Abschlussfeiern zur Verfügung.

Logo des Restaurants Galileo




19.4.2015

Erster "Campus Run" der Freien Universität

Der "Campus Run" entsteht durch die Initiative von Mitarbeitern des FU-Hochschul­sports. Er ist ein Volkslauf, der über das Campusgelände der FU führt. Die gemischten Teams messen sich dabei in unterschiedlichen Kategorien und Distanzen. Die FU beteiligt sich außerdem am Berliner Firmenlauf und errang schon öfter den Titel der teilnehmerstärksten Institution.

Foto: Campus Run 2015
Campus Run 2015




Mai 2015

Erste vollautomatische Fahrt eines selbstfahrenden Autos im Schweizer Straßenverkehr

Als erstes vollautomatisiertes Kraftfahrzeug der Welt darf ein Prototyp der FU Berlin am Schweizer Straßenverkehr teilnehmen. Die FU-Wissenschaftler um Raúl Rojas (Arbeitsgruppe Intelligente Systeme und Robotik) arbeiten seit 2011 an Autonomie und Fahrassistenzsystemen, um die Sicherheit im Straßen­verkehr zu erhöhen.

Im Oktober 2015 gelingt den Wissenschaftlern eine Versuchsfahrt durch Mexiko bei der 2400 km zurückgelegt werden. Das ist bis dahin die längste vollautomatisch gefahrene Strecke der Welt.

Foto: Autonomes Auto der FU am Großen Stern in Berlin
Autonomes Auto der FU




29.5.2015

Eröffnung des Neubaus für die "Kleinen Fächer" und die Campus­bibliothek

Bereits ein paar Wochen vor der offiziellen Eröffnung und nur zweieinhalb Jahre nach der Grundsteinlegung öffnet der Neubau seine Türen. In dem von dem Münchner Archi­tektenbüro "Florian Nagler Architekten" entworfenen ein- bis dreigeschossigen Gebäu­de sind 14 "Kleine Fächer" des Fachbereichs Geschichts- und Kulturwissen­schaften untergebracht. Die nun gegebene räumliche Nähe bietet Gelegenheit zu einer intensi­ve­ren fachübergreifenden Zusammenarbeit. Gleichzeitig können Betriebskosten (insbe­sondere Energiekosten) eingespart werden.

Einen großen Teil des Neubaus nimmt die neue Campusbibliothek ein, die baulich mit der ehemaligen (nun komplett sanierten) "Ewi-Bibliothek" in der Silberlaube verbunden ist. In der Campusbibliothek, deren offizieller Name "Campusbibliothek – Natur, Kultur- und Bildungswissen­schaften, Mathematik, Informatik und Psychologie" lautet, sind die bisher auf zahlreiche Villen-Standorte verteilten 17 Institutsbibliotheken sowie 7 weitere FU-Bibliotheken auf drei Etagen unter einem Dach vereint. Dazu mussten 30 Kilometer Bücher umziehen.

Das neue Gebäude grenzt direkt an die "Rost- und Silberlaube" und erweitert die Ge­samtfläche des Gebäudeensembles um ein Drittel. Seit der Grundsteinlegung kursiert bereits der Spitzname "Holzlaube", der auf die charakteristische Zedernholzfassade des Gebäudes zurückzu­führen ist.

Foto: Detail der Fassade der Holzlaube
Die "Holzlaube"




Juni 2015

Gründung der Marke 'Profund Innovation'

Der Patent- und Lizenzservice sowie die Gründungsförderung profund der FU Berlin schaffen sich die gemeinsame Dachmarke Profund Innovation. Sie versteht sich als Dienstleister, der Studierende und Forschende, so wie Alumni der FU beim Wissens- und Technologietransfer in den außerakademischen Bereich unterstützt und deren Erfindungen an der Universität verwertet. Die Beratung ist kostenfrei. Den Ratsuchen­den werden Hilfen in Patentfragen, bei der Gründung beruflicher Netzwerke, bei der Erfinder- und Gründerberatung oder der Akquise von Drittmitteln zur Verfügung gestellt. Von 2006 bis 2015 gelang mit Unterstützung von Profund die Gründung von 115 Fir­men, die sich außerhalb der Universität etablieren konnten.

Logo von Profund Innovation




22.10.2015

Welcome@FUBerlin

An der FU Berlin erhalten Flüchtlinge die Möglichkeit, kostenfrei zu studieren oder ihr Studium fortzuführen. Im Rahmen des Programms Welcome@FUBerlin werden sie auf ein Studium vorbereitet. Einige Leistungsnachweise sollen später auf das jeweilige Studium angerechnet werden können. Das englischsprachige Kursangebot "Berlin- und Deutschlandstudien" soll ihnen den Einstieg in ein universitäres Studium erleich­tern und ihnen die einheimische Kultur näherbringen.

Die Unterstützung von Flüchtlingen im Unialltag, Praktika in der organisierten Flücht­lingshilfe und Kurse für ehrenamtliche Deutschlehrer sind weitere Angebote von Welcome@FUBerlin.

Logo Welcome@FU Berlin




16.11.2015

Verlegung eines Stolpersteins für Leo Adler

Auf Initiative von Studierenden des Osteuropainstitutes der FU wird in der Heinrich-Heine-Straße gegenüber der Hausnummer 54 ein Stolperstein für den Berliner Juden Leo Adler verlegt.

In Anwesenheit seiner Familie wird an Adlers Leidensgeschichte während des Natio­nalsozialismus erinnert. Der erfolgreiche Berliner Pelzhändler wurde im Oktober 1938 während der ersten Massendeportation (sogenannte "Polenaktion") verschleppt und mit anderen Deportierten bis Sommer 1939 im kleinen Grenzort Zbąszyń neben Bahn­gleisen im Freien festgehalten. Nach dem Einmarsch deutscher Truppen in Polen durf­ten die Deportierten in das besetzte Land einreisen oder befristet in das Reichsgebiet zurückkehren, um ihre Geschäfte und Wohnsitze aufzulösen sowie Familienangehö­rige nachzuholen. Adler reiste mit einigen Familienangehörigen in das südpolnische Dynów. Er wurde am 16. September 1939 von Soldaten der SS-Einsatzgruppe Woyrsch zusammen mit 200 weiteren jüdischen Männern erschossen. Die von SS-Ober­gruppenführer Udo von Woyrsch befehligte SS-Einsatzgruppe ermordete im besetzten Polen 1939 über 7000 Juden und polnische Zivilisten.

Foto: Stolperstein für Leo Adler
Stolperstein für Leo Adler



2016

8.2.2016

Gründung des Margherita-von-Brentano-Zentrums für Geschlechterforschung

Das Margherita-von-Brentano-Zentrum für Geschlechterforschung (MvBZ) ist nach der ehemaligen FU-Vizepräsidentin Margherita von Brentano benannt. Das Zentrum führt die 1981 gegründete Zentraleinrichtung zur Förderung von Frauen- und Geschlechter­forschung (ZEFG) und die Aufgaben des interdisziplinären Zentrums für Geschlechter­forschung (IZ) zusammen. Das IZ wurde 2011 gegründet, um die Fachbereiche der FU zu unterstützen und ihre Kompetenzen in der Geschlechterforschung zu vernetzen. Das neue MvBZ soll die Arbeit von ZEFG und IZ bündeln und Geschlechterverhältnisse im globalen Zusammenhang untersuchen. Außerdem setzt es einen Arbeitsschwer­punkt auf die Digitalisierung von Lehr- und Forschungsaktivitäten.






Sommersemester 2016

Im Sommersemester 2016 wird der 500 000ste Studierende seit der Gründung der FU immatrikuliert.

Siehe auch den Eintrag zum Wintersemester 2004/05.





April 2016

Cassis – der Campus-Assistent

Das Center für Digitale Systeme (CeDiS) der FU Berlin entwickelt im Rahmen von "SUPPORT – Qualitätspakt für die Lehre" die App Cassis. Sie ermöglicht den Aus­tausch von Mitschriften, bietet eine Orientierung auf dem Campus sowie öffentliche und private Kalender, die den Studierenden bei der Studienorganisation helfen sollen. Cassis ist außerdem mit bestehenden Plattformen wie z. B. Blackboard vernetzt.

Die Besonderheit der Open-Source-App ist, dass sie keinerlei Daten der Nutzer speichert und stetig von Studierenden für Studierende weiterentwickelt werden soll.

Cassis-Logo
Logo von Cassis




7.6.2016

Eröffnung der Dahlem School of Education

Die Dahlem School of Education ist das neue Zentralinstitut für Lehrerbildung an der Freien Universität. Die Funktionen des Zentrums für Lehrerbildung (ZfL) werden von dem Zentralinstitut übernommen. Die DSE will künftige Lehrer auf die sich verändern­den Anforderungen ihres Berufs vorbereiten. Dazu gehören die Einführung eines Pra­xissemesters, das Qualitätsmanagement, der Umgang mit einer zunehmend hetero­generen Lernlandschaft und die Stärkung der fächerübergreifenden Zusammenarbeit.

Siehe auch den Eintrag zum 3.11.2006.

Logo der Dahlem School of Education




Oktober 2016

Strategische Partnerschaft zwischen Freier Universität und der University of California Berkeley

Beide Universitäten wollen insbesondere in den Bereichen Gesundheitsforschung, Digitalisierung und Data Science sowie Global Studies kooperieren.

Siehe weitere Einträge zu den Strategischen Partnerschaften der FU.


Siegel der UC Berkeley




11.12.2016

Umbenennung des U-Bahnhofs Thielplatz

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) benennen den U-Bahnhof Thielplatz der Linie U3 in U-Bahnhof "Freie Universität" um.

Schild im U-Bahnhof Thielplatz
U-Bahnhof "Freie Universität"



2017

19.4.2017

Strategische Partnerschaft zwischen Freier Universität und der Universität Zürich

Michael O. Hengartner, Rektor der Universität Zürich, und Peter-André Alt, Präsident der Freien Universität Berlin, unterzeichnen ein Abkommen, das eine enge Koopera­tion in Foschung, Lehre und Nachwuchsförderung vorsieht. Förderprogramme sollen insbesondere den regelmäßigen Autausch von Studierenden beider Universitäten fördern, zum Beispiel im Rahmen von Summer-Schools und Double-Degree-Studien­gängen.

Siehe weitere Einträge zu den Strategischen Partnerschaften der FU.


Peter-André Alt und Michael Hengartner

 

Verantwortlich für den Inhalt: chronik@fu-berlin.de – zuletzt aktualisiert am: 04.07.2017

 

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