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2006

9.1.2006

Marcel Reich-Ranicki erhält vom Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften die Ehrendoktorwürde.

Foto: Marcel Reich-Ranicki hält seine Rede Marcel Reich-Ranicki (1920 – 2013)
 
Der in Polen geborene Jude zog 1929 mit seiner Familie nach Berlin. Nach dem Abitur 1938 stellte er vergeblich einen Immatrikulations­antrag an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin.
Im Herbst desselben Jahres wurde er nach Polen deportiert und lebte seit 1940 im Warschauer Ghetto, aus dem er 1943 gemeinsam mit seiner Frau Teofila fliehen konnte.
Ab 1951 betätigte er sich als freier Publizist in Polen.
1958 zog er in die Bundesrepublik Deutschland und wurde hier zu einem der einflussreichsten Literaturkritiker. Dem breiten Publikum ist er als langjähriger Feuilleton-Chef der FAZ und durch die Fernsehsen­dung "Das literarische Quartett" bekannt geworden.
Im Jahr 1999 erschien seine Autobiographie "Mein Leben", die auch verfilmt worden ist.
Foto und © David Ausserhofer


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