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1996

15.4.1996

Das "Gesetz zur Beseitigung des strukturellen Ungleichgewichts des Haushalts" (Haushaltsstrukturgesetz 1996) wird verabschiedet.

  Schwarz-Weiß-Foto: Kreuze für die Abbestellungen im Zeitschriftenlesesaal des OSI
Im Zeitschriftenlesesaal des OSI: Jedes Kreuz steht für eine Abbestellung.
(Foto Uwe Nef, © Archiv FU-Pressestelle)
  FU-Präsident Gerlach am 4.4.96:
"Die Haushalte der Hochschulen werden noch in diesem Jahr um rund 200 Millionen DM ge­kürzt, sodass es überall zu einem umfassenden Einstellungsstopp kommt, der die befristeten Positionen des akademischen Mittelbaus und der studentischen Hilfskräfte mit den Tutoren am meisten trifft. Die FU muss dabei über 50 Mil­lionen DM einsparen, davon über 25 Millionen Personalmittel, was einem Weg­fall von fast 300 Stellen entspricht, obwohl jährlich nicht mehr als 250 frei werden, davon über 200 des akademischen Mittelbaus. Dieser massive und schnelle quantitative Abbau führt überall auch zu erheblichen qualitativen Schä­den, vor de­nen selbst beste Bereiche nicht zu schützen sind. In Zukunft hat der Senat von Berlin das Eingriffsrecht, Studiengänge einzu­stellen. Die Studierenden müssen ab Winter­semester 1996/97 bei Immatrikulation und Rückmeldung pro Semester 100 DM "Verwal­tungsgebühr" bezahlen, die der Staat schon vorauskassiert, indem er die Haushalte der Hochschulen um diese Beträge kürzt."

 
- Vollständiger Text von Gerlachs Stellungnahme
 

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