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1967

10.6.1967

Der Professor für Zahnmedizin, Ewald Harndt, wird zum neuen Rektor der FU gewählt.


  Schwarz-Weiß-Foto von Ewald Harndt
Foto und © Hellmuth Pollaczek
  Ewald Harndt (* 22.1.1901 in Berlin, † 11.10.1996)
 
Von 1920 bis 1926 studiert Harndt Medizin und Zahnmedizin in Berlin.
Ab 1927 ist er am Zahnärztlichen Institut der Friedrich-Wilhelms-Universität tätig.
1938 erhält er – wegen "politischer Unzuverlässigkeit" mit zweijähriger Verspätung – eine Dozentur.
Seit Mai 1950 ist Harndt Professor und kommissarischer Direktor des Zahnärztlichen Instituts, verlässt aber das Institut im November 1950 aus politischen Gründen und wechselt 1951 an die Freie Universität.
Im Oktober 1956 wird er an der FU Professor für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde und übernimmt die Leitung der Poliklinik für Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten.
Von 1967 bis 1969 ist Harndt der 12. Rektor der FU Berlin.
Harndt wird zum Ehrenmitglied zahlreicher zahnärztlicher Gesellschaften ernannt und erhält viele internationale Auszeichnungen.
Über die Fachgrenzen hinaus wird Harndt bekannt durch seine in zahlreichen Auflagen erschienene Publikation "Französisch im Berliner Jargon" über den Einfluss der Hugenotten auf die Umgangssprache (1. Auflage 1977).

Im Jahr 2001 – anlässlich des 1. Ewald-Harndt-Symposiums (zum 100. Geburtstag) – verleiht die Zahnärztekammer Berlin zum ersten Mal die Ewald-Harndt-Medaille. Erster Preisträger ist ein Team, das Obdachlose zahnärztlich betreut.
 

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